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Historie

Feuer hat zwei Gesichter: Es ist freundlich, es spendet Licht und Wärme. Wenn
es jedoch außer Kontrolle gerät, dann verschlingt und zerstört es alles. Es wird
zum unberechenbaren Feind des Menschen. Vor ca. 400.000 Jahren gelang es
unseren Ahnen, das Feuer zu domestizieren. Und bis zum heutigen Tag gilt es für Viele als religiöses Ursymbol der Menschheit. Die Existenz von Feuerwehren reicht fast 2000 Jahre zurück. In diesem Heft soll es um 100 Jahre Geschichte der FF Zerpenschleuse gehen. Die Aufzeichnungen beruhen auf unzähligen Dokumenten, die die Jahrzehnte überlebten.

 

Unsere Originale gehen über die zwanziger Jahre bis weit ins dritte Reich hinein. Der letzte Befehl datiert vom 19. Dezember 1941. Wie abgeschnitten enden hier unsere Unterlagen. Nach Aussage von Feuerwehrhistorikern mussten auf Befehl der SS alle Unterlagen ab 1941 vernichtet werden. Nur das exakt geführte Kassenbuch ist erhalten geblieben. Die letzte Eintragung vom 31. 03. 1945 endet mit einem Minus von 13,23 Reichsmark.

 

1945 Stunde Null. Die Sowjetische Militär Administration in Deutschland verbot nach Kriegsende die Freiwilligen Feuerwehren. Im Dezember 1945 besann man sich dieser wieder. Ab hier sind wieder zahlreiche, schriftliche Befehle, Aufrufe, Anweisungen und dergleichen vorhanden. Ab 1966 konnten die wichtigsten Ereignisse den regelmäßig geführten Protokollbüchern entnommen werden. Alle historischen Dokumente bis 1966 sollten irgendwann mal entsorgt werden. Vielleicht zum Müll oder zum Altpapier? . . . Es steckte alles in einem Plastiksack und wurde im Turm deponiert. Dort stockte es viele Jahre dahin. Keiner wusste mehr etwas davon. Kamerad Günter Hoffmann sah das anders. Er rettete 1994 den Sack voll Papier und bewahrte ihn zu Hause auf. Eines Tages als die Frage "Unser 100 jähriges Bestehen" in den Raum geworfen wurde, gab Kamerad Günter Hoffmann zu verstehen, dass er massenweise
Unterlagen habe und gab sie der Freiwilligen Feuerwehr zurück. Wir können heute Originale vorweisen, worüber uns sicher viele Feuerwehrhistoriker beneiden. Im Namen aller Kameraden der FF Zerpenschleuse sagen wir dem Kameraden Günter Hoffmann ein herzliches Dankeschön für seine Weitsicht .

 

1905

 

Nachdem nun in unserer Umgebung bereits die ersten Freiwilligen Feuerwehren existierten, wie in Groß Schönebeck, Hammer, Marienwerder und Klosterfelde, beschloss der Gemeindevorstand von Zerpenschleuse die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr zu vollziehen. In einer Gemeindevorstandssitzung am 26. Januar 1905, in Anwesenheit des Landrates von Treskow und des Kreisbrandmeisters Kiesel, wurde dann die Gründung der FF Zerpenschleuse als Verein beschlossen. Es meldeten sich für den aktiven Dienst ca. 20 Männer und für den passiven Dienst 50 Männer.

 

20. 05.

 

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr und Wahl des Vorstandes im Müllerschem
Lokale. Auf Vorschlag des Amtsvorstehers Seeger soll Herr Mülling als Vorstand und Oberführer, Herr Boernick als Rechnungsführer und Herr Ketel als Schriftführer gewählt werden. Die Gründungsmitglieder sind:

 

01. Bernhard Mülling Seilermeister Oberführer
02. Gustav Vogel Schiffbauer

Stellvertretender

Oberführer

03. Otto Schmidt Maurer Steiger
04. Emil Günther Barbier Spritzenmann und Signalist
05. Reinhard Müller Gastwirt Spritzenmann
06. Albert Schulz Maurer Spritzenmann
07. Theodor Hannecke Arbeiter Steiger
08. Wilhelm Peter Schiffbauer Steiger
09. Louis Schultze Schuhmachermeister Spritzenmann
10. Wilhelm Frost Schiffbauer Spritzenmann
11. Wilhelm Mathias Maurer Steiger
12. Franz Schulz Tischler Gerätemeister
13. Hermann Frost Schmied Spritzenmann
14. Hermann Schmidt Schmied Steiger
15. Otto Schreck Gastwirt Spritzenmann
16. Friedrich Mittag Handelsmann Spritzenmann

 

04. 10.

 

vormittags 10 Uhr: Probe und Übergabe der neuen Spritze in Gegenwart des Herrn Kreisbrandmeisters Kiesel und der Behörden.

 

1906

 

25. 02.

Teilnahme der Wehr an der Silberhochzeitsfeier S. M. des Kaisers durch
Fackelzug. Die Fackeln werden von Koebe beschafft.

 

25. 05.

 

Im Gottl. Wernickschen Locale fand heute die erste Generalversammlung der
Freiwiigen Feuerwehr zu Zerpenschleuse statt. Unter anderem im Punkt 8
der Tagesordnung: Wahl eines Vereinslocals, dieser Punkt wurde einfach
abgelehnt.

 

 

1907

 

03. 01. Am 3. Januar 1907 abends 8 Uhr fand im Lokale der Witwe Mundt eine ordentliche Generalversammlung statt. Bericht des Rechnungsführers:
Einnahmen 578, 30 Mark
Ausgaben 447, 05 Mark
Bestand 131, 25 Mark
01. 04. Waldbrand-Löschhilfe Försterei Rehhorst. Dankschreiben des Oberförsters.
02. 04.

An den Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr z. H. des Herrn Oberführers Herrn Bernhard Mülling Für die bei dem Waldbrand am 1. April d. J. geleistete Löschhilfe beehre ich mich ganz ergebenst der Wehr meinem verbindlichsten Dank auszusprechen. Der königlichen Regierung habe ich Bericht erstattet und hoffe ich bestimmt, dass von dort aus der Wehr eine Zuwendung gemacht werden wird.

Förster Sommer
Hegemeister Schulz
Hochachtungsvoll Oberförster Brewer

 

Das Schiedsgericht hat seinen ersten Fall, Zerpenschleuse,den 26. August 1907 An den Vorsitzenden des Ehrengerichts
der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse Herrn Boernich
zu Kolonie Kienitz Euer Wohlgeboren gestatte mir als stellvertretender Oberführer der Freiwilligen Feuerwehr zu Zerpenschleuse folgende Anklage gegen den Spritzenmann Otto Schreck aus Kolonie Kienitz zu erheben. Am 25. August cr. wurde ich mit dem Kommando der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr nach Liebenwalde betraut, die Abfuhr von
Liebenwalde sollte laut Versammlungsbeschluss der obig erwähnten Wehr vom 22. August cr. um 10 Uhr erfolgen. Ich ließ zur festgesetzten Stunde das Fuhrwerk anspannen und gab den Befehl zur Abfuhr, hieran wurde ich durch O. Schreck verhindert, indem er die Abfahrt verbot und durch seine Worte zum Ausdruck brachte: Ihr seid wohl schon alle verrückt, wie kommt ihr dazu abzufahren, das ist doch mein Fuhrwerk
darüber hab ich zu bestimmen, indem kam er auf den Wagen und schimpfte immer so weiter, was? Ihr wollt Kameraden sein? Strolche seid ihr und der gleichen mehr. Ich erblickte in dem Verbot der Abfuhr eine Gehorsamsverweigerung und in den Ausdruck ihr seid alle verrückt, ihr seid Strolche eine Beleidigung des ganzen Corps. Der Gerätemeister Franz Schulz bekräftigte Schreck seine Reden durch ähnliche Schimpfworte, in Hammer handelten die Beiden auch gegen meinen Befehl und hielten das Fuhrwerk an, indem ich Befehl gab, durch zu fahren, dort äußerte Schreck wieder du hast uns doch nicht zu kommandieren, ihr habt euch nach uns zu richten und so
lange zu warten bis es uns gefällig ist. Ich bitte um Abhaltung eines Schiedsgerichts.

Hochachtungsvoll
Gustav Vogel
stellvertretender Oberführer

 

Das Urteil lautete: Laut Ehrengerichtserkenntnis vom 6.Sept.1907 wurde Herr Schreck von der aktiven Mitgliedschaft ausgeschlossen.

 

 

1908

 

06. 11. Zwischen der königlichen Oberförsterei Liebenwalde (Rehhorst) und der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse wird ein Pachtvertrag über die
Nutzung des Platzes vor dem Schützenhaus unterzeichnet. Der Vertrag sagt u. a. aus, dass ihn die FFw nur nutzen darf, wenn mit der Schützengilde die Benutzung abgesprochen wurde. Der Vertrag umfasst 9 Paragraphen und wurde von den Herren Mülling, Boernick, Seeger unterzeichnet. Die königliche Regierung hat den Vertrag betr. Mitbenutzung einer 10.590 ha großen Fläche im Jagen 156 A als Übungsplatz für die Zeit vom 1. Januar 1909 bis 30. März 1921 genehmigt. Die Jahrespacht beträgt 5,10 Mark
26. 11. Anfrage an den Brandenburgischen Provinzial-Feuerwehr-Verband:
. . . dient ein Kamerad bei einer Wehr und verlegt seinen Wohnort an einen anderen Ort, wo gleichfalls eine Wehr besteht, so hat er sich alsbald bei dieser zu melden, damit eine Unterbrechung vermieden wird, selbstredend wird die Zeit des Umzuges und der Herrichtung der Häuslichkeit bzw. des Geschäfts nicht als Unterbrechung
gerechnet. In solchen Fällen wird billige Rücksicht auf besondere
persönliche oder örtliche Verhältnisse genommen und danach die Zeit berechnet, welche jedoch 3 Monate nicht überschreiten darf. Diese Angelegenheit wird in nächster Zeit für ganz Preussen in obigem Sinne einheitlich geregelt und wird eine diesbezügliche Bekanntmachung, sobald der Erlass eingegangen ist, in der Brandenburgischen Feuerwehrzeitung erfolgen.

 

1909

16. 05. Spritzenmann Max Fischer und der Steiger Theodor Hannecke erhalten für 10-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr die I. Auszeichnung.

 

1910

 

27. 12. Oberführer Bernhard Mülling nach 5 1/2 jähriger Mitgliedschaft und Dienst als Oberführer der Freiwilligen Feuerwehr krankheitshalber ausgeschieden.Zum neuen Oberführer wird der Druckereibesitzer Herr Adolf Seeger gewählt.

 

1911

 

10. 04

An den Vorsitzenden des Ehrengerichts der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr. Herrn Joh. Boernick. Unterzeichneter erhebt gegen den Steiger Emil Zietz wegen Beleidigung und Gehorsamsverweigerung folgende Anklage. Am Sonnabend, den 18. Februar abends hielt die Freiwillige Feuerwehr im Lokale des Kameraden Ferd. Beese hierselbst ein Vergnügen mit Theater und Vorträgen ab. Nach Beendigung des Theaters kam der Schlächtermeister G. Klauß in etwas animierter Stimmung im Saal und sollen hierauf zwischen dem Steiger Emil
Zietz und dem Klauß Sticheleien vorgekommen sein, was ich aber nicht wußte. Als nach meiner Abrechnung mit der Kasseneinnahme unten im Lokale der Steiger ebenfalls erschien, äußerte derselbe immerzu die Worte: Lausejungs müssen raus. Ich stellte ihm hierüber zur Rede und sagte, was das bedeuten sollte, da erklärten mir verschiedene Kameraden die Sache und ich ging darauf hinauf zum Saal, indem Klauß zu beten, wegen etwa zu entstehender Ruhestörungen halber den Saal zu verlassen. Kaum, daß ich mit demselben verhandelte, kam der p. Zietz hinein in den Saal und gebrauchte diese Worte wieder: Lausejungs müssen raus, und nach einigen hin und her jackten sich beide und fielen im Saal zu Boden, ich bat hierauf den Amtsdiener Herrn Breitenfeld doch die beiden Raufenden auseinander zu bringen was derselbe auch bereitwilligst tat. Der Schlächtermeister Klauß war hierauf verschwunden und dem Steiger Zietz sagte ich hierauf, was das für ein Betragen von meinen aktiven Kameraden ist, der unser schönes Vergnügen stören will, trotz meiner guten Zureden vorher, dies zu unterlassen und mir  unbedingten Gehorsam doch schuldig war. Hierauf erlaubte sich derselbe mir folgende ganz gemeine Worte, wo ich als Oberführer für Ordnung zu sorgen berufen bin, ins Gesicht zu schleudern und zwar vor sämtlichen herumstehenden Gästen und Kameraden: Du Scheißer! Du Arschloch von Oberführer u.s.w. Ich stand dem p. Zietz hierauf anfangs gar nicht Rede, als er aber laut wiederholte, erklärte ich demselben kurzweg,wenn er jetzt diese Worte nicht unterläßt, werde ich ihm den Saal verweisen, worauf mich derselbe auslachte und antwortete: Du kannst mir doch überhaupt nicht rausschmeißen u.s.w. und faß mich nicht nochmal an, sonnst sollst du mal sehen, was dich passiert. Ich hörte nun nicht weiter hin und sagte ihm, glaube gar nicht, daß ich mich raufen will und ging meine Wege, da absolut mit dem p.. Zietz kein vernünftiges Wort zu reden war. Die meißten Kameraden haben ja dies mit angehört und können ja hierüber
gehört werden. Dem Schiedsgericht unterbreite hiermit diese Anklage und bitte darüber zu entscheiden. Indem ich glaubte, der Steiger Emil Zietz würde zu mir kommen und sich entschuldigen und diese Worte zurücknehmen, die er ausgesprochen hatte, worauf ich die Sache als beigelegt betrachtet hätte, was dieser aber nicht für nötig erachtete, bis heute hat sich die Zusendung meiner Anklage verzögert und bitte nun nochmals um baldige Erledigung dieser Angelegenheit.

 

Hochachtungsvoll
Adolf Seeger, Oberführer

25. 05. Urteil zur Anklage vom 10. April 1911 (etwas gekürzt):
Das Ehrengericht erkannte in allen Punkten die Beleidigung und Gehorsamsverweigerung des p. Zietz an. Der Steiger Emil Zietz wird von der aktiven Mitgliedschaft ausgeschlossen, selbiger
hat drei Tagen nach Zustellung des Urteils seine Uniform bei Oberführer Herrn Seeger abzuliefern
1911: Wahrscheinlich befaßte sich der Gemeindevorstand gemeinsam mit der Feuerwehr mit dem Neubau eines modernen Spritzenhauses. Ein Projekt von Professor Caeser von der königlich technischen Hochschule zu Berlin liegt  jedenfalls vor.

1912

 

01. 01. Oberführer Adolf Seeger scheidet geschäftehalber aus der Feuerwehr aus. Neuer Oberführer wird der Gastwirt Herr Ferdinant Beese, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr seit 9. August 1910.

 

1913

 

 

An den Vorstand der freiw. Feuerwehr in Zerpenschleuse
Auszugsweise Abschrift! Verhandelt
Groß Schönebeck, 27. November 1913.
Bestellt erscheint der Landwirt August Braune von hier und erklärt:
Ich gebe zu, am 13. Mai d. Js. eine vor 2 Jahren abgeholzte Waldfläche abgebrannt zuhaben. Ich beabsichtigte, diese Fläche von ungefähr 6 Morgen neu zu bepflanzen. Von dem Abholzen war, trotzdem alles Holz und Sträucher bereits abgefahren war, kleines Knackholz und Nadeln liegen geblieben, welche bei dem Neupflanzen hinderten und im Wege lagen. Um dieses zu beseitigen, meldete ich dem Herrn Amtsvorsteher an, daß
ich diese Überreste abbrennen möchte. Hierzu bekam ich auch die Erlaubnis, unter der Bedingung, nur kleine Reisighaufen anzuzünden. Diesem bin ich auch nachgekommen. Bei der am genannten Tage herrschenden Hitze brannten nicht nur die einzeln angezündeten Haufen allein, sondern es setzte sich plötzlich der ganze wohl 30 Jahre
lagernde Humus in Brand, der den großen Qualm und Rauch entwickelte. Die Verbrennung der Sträucherreste an und für sich hätte keinen großen sichtbaren Rauch entwickelt und ist es nur als ein Zufall anzusehen, daß durch das Brennen des Humus das Feuer auf größere Entfernungen gesehen werde konnte. Hätte ich selbst geahnt, dass der Humus solchen Rauch entwickelte, hätte ich das Feuer nicht angesteckt. Ich hatte nicht die Absicht, die ganze Fläche abzubrennen, sondern nur die einzelnen kleinen zusammengetragenen Strauchhaufen. Durch den Brand habe ich selbst einen großen Schaden erlitten, da der ganze Humus, der den jungen Pflanzen als Dünger dienen sollte, verbrannt ist. Ich bin nicht gewillt, eine Entschädigung an die Freiwillige Feuerwehr zu zahlen, kann auch deren Forderung als gerecht nicht anerkennen. Hat doch die Feuerwehr an und für sich die Verpflichtung, bei Schadenfeuern auszurückenund ohne Vergütung Hilfe zu leisten. In meinem Falle will ich noch bemerken, daß es
dem Brandmeister Beese ein Leichtes gewesen wäre, sich von dem Stande des Feuers auf telephonischem Wege Nachricht einzuziehen, da er in unmittelbarer Nähe der Post wohnt, mithin eine große Versäumnis nicht erlitten hätte, und auch schon besonders aus dem Grunde, weil die Wehr nicht um Hilfe gebeten wurde.

gez. August Braune
gez. Niemeyer

 

1914

 

14.02. Ein Wintervergnügen der Freiwilligen Feuerwehr findet im Saale desm Herrn Beese, Oberführer der hiesigen Wehr, statt. Das Programm umfaßt 2 Teile mit gesamt 12 Auftritten wie zum Beispiel:
1. Feuerwehrmarsch
2. Begrüßung
4. Der verwechselte Reisekoffer
5. Adelheid
8. Kommen sie man erst dahin, wo ich schon gewesen bin.
11. Alarm, oder eine Nacht auf Feuerwache.
12. Schlußmarsch.

 

1915

Der Steiger und Gründungsmitglied Hermann Schmidt wird für 10 jährige
Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet.

26. 10. Spritzenmann Alfred Trill im Alter von 22 Jahren im Kriege bei Sutica in Serbien gefallen.

 

1916

 

Spritzenmann Otto Bohm im Alter von 25 Jahren seit dem 19. 07. an der Somme verschollen. 2 weitere Kameraden wurden eingezogen, sind aber nach Rückkehr aus dem Krieg nicht wieder der Freiwilligen Feuerwehr beigetreten.

 

1924

 

22. 04. Kurt Fischer wird Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse.
15. 09.

Das Ortsstatut über das Feuerlöschwesen in der Gemeinde Zerpenschleuse tritt in Kraft. Auf Grund der Landgemeindeordnung, des Kommunalabgabengesetzes sowie auf Grund des Beschlusses der Gemeindevertretung wird nachstehende Ordnung erlassen:
§ 1 Zur Bekämpfung von Schadenfeuern und Hilfeleistung bei gemeiner Gefahr besteht in der Gemeinde Zerpenschleuse eine Freiw. Feuerwehr. Sie ist dem Verwalter der Feuerpolizei unterstellt und muß als polizeiliches Hilfsorgan anerkannt sein. § 2 Die Freiwillige Feuerwehr besteht aus aktiven, den Feuerlösch- und Rettungsdienst
ausübenden Mannschaften und aus passiven, das Feuerlöschwesen fördernden und die Feuerwehr unterstützenden Mitgliedern.
§ 3 Feuerlöschdienstpflichtig sind alle männlichen Einwohner der Gemeinde Zerpenschleuse vom zurückgelegten 18. bis zum vollendeten 60. Lebensjahre, sofern sie länger als drei Monate ununterbrochen im Gemeindebezirk ihren Wohnsitz oder Aufenthalt haben. § 4 Ausgenommen von dieser Verpflichtung sind die in den §§ 3 und 4 der
Feuerpolizei- und Löschordnung vom 6. Januar 1909 näher bezeichneten Personen. § 5 Jeder zum Feuerlöschdienst verpflichtete Einwohner hat an Stelle des von ihm zu leistenden Naturaldienstes jährlich einen Geldbetrag zu entrichten, dessen Höhe zu Beginn eines jeden Jahres durch Beschluß der Gemeindevertretung festgesetzt wird. Verheiratete Einwohner zahlen die Hälfte des jeweils festgesetzten Beitrages. Einem
Verheirateten werden gleich geachtet ein Verwitweter mit eigenem Haushalte, sowie ein Lediger der als Haupternährer einer Familie auf Grund gesetzlicher oder moralischer Unterhaltungspflicht mit Großeltern, Eltern, leiblichen Geschwistern oder Stiefgeschwistern einen gemeinsamen Haushalt führt. In Zweifelsfällen entscheidet die
Gemeinde. Ebenso kann die Gemeinde auf Antrag aus besonderen Gründen den Geldbetrag ganz oder teilweise niederschlagen. § 6 Aktive Mannschaften sind von der Beitragszahlung befreit.,§ 7 Personen, die länger als 3 Monate in der Gemeinde ein steuerpflichtiges Grundstück besitzen oder ein steuerpflichtiges Gewerbe oder eine sonstige gewinnbringende,Unternehmung betreiben und außerhalb des Gemeindebezirkes ihren,Wohnsitz haben, haben einen von der Gemeinde alljährlich besonders festzusetzenden,Geldbeitrag, nicht den Geldbeitrag nach § 5 abs. 1 zu zahlen. § 8 Der Geldbeitrag ist ein Jahresbeitrag und unterliegt der Beitreibung im Verwaltungszwangsverfahren. Er ist möglichst in einer Summe und auch dann in voller Höhe zu entrichten, wenn der Pflichtige während eines Jahres nur zeitweise aktives Mitglied der freiwilligen Feuerwehr gewesen ist. § 9 Die Einziehung der Feuerwehrgeldbeiträge erfolgt durch die Gemeinde, welche auch über deren Verwendung beschließt. Dieselben dürfen nur für Zwecke der freiwilligen Feuerwehr und des Feuerlöschwesens verwandt werden. § 10 Für die Ausrüstung der Mannschaften, die Beschaffung, Unterbringung und Erhaltung der erforderlichen Lösch- und Rettungsgeräte sorgt die Gemeinde. Die
gewissenhafte Instandhaltung und sachgemäße Benutzung ist der FFw übertragen. § 11 Die Dienstobliegenheiten und Rechte der aktiven Mannschaften sind allgemein in den Dienstvorschriften für freiwillige Feuerwehren und besonders in den Satzungen der freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse festgesetzt. In diesen Satzungen sind ebenfalls
Bestimmungen über die Pflichten und Rechte der passiven Mitglieder enthalten. Passive Mitglieder sind grundsätzlich von der Teilnahme an den Feuerwehrübungen befreit, können aber erforderlichen Falles innerhalb des Ortes bei größeren Bränden zur Bedienung der Feuerlöschgeräte oder Hilfeleistung bei der Löschwasserbeschaffung
herangezogen werden. Innerhalb der direkten Gefahrenzonen dürfen passive Mitglieder keinen Dienst tun. § 12 Im Falle eines Brandes sind alle im Orte anwesenden Besitzer von Zugpferden verpflichtet, sich sofort dem Brandleistenden oder dessen Stellvertreter zur Leistung von Vorspanndiensten zu den Spritzen, den Wasserwagen, den Mannschaftswagen und allen übrigen fahrbaren Löschgeräten zur Verfügung zu stellen. Ausgenommen hiervon sind diejenigen Besitzer deren Grundstück selbst betroffen ist oder in der Gefahrenzone (Flugfeuerzone) liegt. § 13 Dienstpferde der Militärpersonen, der Post- und Zivilbeamten, die zur
Beförderung in Berufsangelegenheiten, unentbehrlichen Pferde der Geistlichen, Aerzte
usw. sind nicht heranzuziehen.
§ 14 Von dem Erscheinen aller im Orte anwesenden Besitzer von Zugpferden an der
Brandstätte kann abgesehen werden, wenn im Orte eine Wasserleitung und eine genügende
Anzahl Hydranten vorhanden ist. Ebenfalls wenn von der Gemeinde eine genügende
Anzahl Pferdehalter zur steten Vorspanndienstleistung kontraktlich verpflichtet
ist und dieselben ihrer Verpflichtung in jedem Augenblick sofort nachkommen können.
Wird ein etwaiger diesbezüglicher Kontrakt gelöst, ist sofort nach dem § 12 zu verfahren.
§ 15 Die Gemeinde Zerpenschleuse übernimmt die zeitgemäße Versicherung der
Feuerwehrmänner gegen Unfall und Dienstbeschädigung sowie die Versicherung der
zur Vorspanndienstleistung gestellten Pferde, dessen Führer ferner die
Haftpflichtversicherung für dienstliche Handlungen und die Versicherung der
Feuerlöschgerätschaften gegen Brandschaden und Einbruchdiebstahl.
§ 16 Dieses Statut tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft.
Zerpenschleuse, den 16. September 1924
Der Gemeindevorsteher

 

Genehmigt:
Berlin, den 9. Oktober 1924
Namens des Kreisausschusses des Kreises Niederbarnim
Der Vorsitzende, Landrat

 

1925

 

23. 03. Die Satzung des Brandenburgischen-Provinzial-Feuerwehrverbandes wird
auf dem Verbandstage vom 14. Juni 1924 geändert und tritt in Kraft.

 

1926

 

06. 06. Der Kreisfeuerwehr-Verband Niederbarnim erläßt die Freie Vereinbarung der
aktiven Mitglieder der dem Kreis-Feuerwehr-Verbande Niederbarnim angehörenden
Feuerwehren über Zahlung einer Bestattungsbeihilfe. Die freie
Vereinbarung hat den Zweck, den Hinterbliebenen ihrer Mitglieder eine
Bestattungsbeihilfe zu zahlen.
Diese Vereinbarung umfaßt 11 Paragraphen und tritt am 06. Juni 1926 in Kraft.

 

1928

 

20. 06. Der Landrat des Kreises Niederbarnim ordnet in einer Rundverfügung an,
dass im Interesse der allgemeinen Sicherheit von allen Feuerwehren des
Kreises Niederbarnim Sicherheitswachen bei Theater und anderen Veranstaltungen
zu stellen sind.
Anschaffung einer Kleinmotorspritze. Fabrikat E.C. Flader, Jöhstadt/Sa.
22. 09. Der Landrat des Kreises Niederbarmin ordnet an, dass die Fahrzeuge der örtlichen
Feuerwehren mit einer Signaleinrichtung auszurüsten sind, wie sie für
die Schnellpatrouillenwagen der staatlichen Polizei vorgeschrieben ist. Da
pferdebespannte Fahrzeuge und solche für Handzug nicht in den Schnellverkehr
mit einbegriffen werden können, kommt für diese die Ausrüstung mit
einer Feuerwehrfanfare nicht in Frage.

 

1929

 

06. 10. Feuer- und Unfallalarmübung in Zerpenschleuse
Zweck der Übung:
Auf Anordnung des Herrn Landrates soll geprüft werden, ob im nördlichen Teile des
Kreises Niederbarnim die Freiwilligen Feuerwehren und die Freiwillige
Sanitätskolonne vom Roten Kreuz bzw. die Samariterkolonnen genügend ausgebildet
sowie ausgerüstet sind und schnell angefordert werden können, um auch bei einem
größeren Verkehrsunfall geregelte Hilfe zu leisten. Da diese Erhebungen nur durch
Alarmübung festzustellen sind, ist ein Eisenbahnverkehrsunfall im Bereich der
Niederbarnimer Eisenbahn angenommen worden.
Unfallstelle: Eisenbahnbrücke über den Groß Schiffahrtskanal beim Bahnhof
Ruhlsdorf- Zerpenschleuse und das angrenzende Gelände.
Tag und Stunde: 6. Oktober 1929 um 12 Uhr
Annahme:
Der Personenzug Nr. 10 hat um 12 Uhr in Fahrtrichtung von Groß Schönebeck nach
Reinickendorf-Rosenthal die Eisenbahnbrücke über den Groß - Schiffahrtskanal
erreicht. Kurz vor dem Bahnhof Ruhlsdorf - Zerpenschleuse bemerkt der
Lokomotivführer einen ausgedehnten hell aufflammenden Böschungsbrand und bringt
den Zug auf der Brücke zum Halten. Aus bisher unbekannter Ursache explodiert der
Gasbehälter des am Schluss befindlichen Personenwagens. Dadurch geraten der
Eisenbahnwagen sowie der Brückenbelag in Brand. Dem Zugführer ist es noch möglich,
den brennenden Wagen abzuhängen und den übrigen Teil des Zuges aus der
Gefahrenzone zu bringen. In der allgemeinen Aufregung haben die Fahrgäste die
Warnungsrufe den Wagen in Ruhe zu verlassen nicht befolgt, sind vielmehr vorzeitig
abgesprungen und haben zum Teil schwere Verletzungen (Arm- und Beinbrüche),
Verstauchungen, Schnittwunden und Verbrennungen erlitten.
Alarmierungen:
Durch den Fahrdienstleiter des Bahnhofs Zerpenschleuse ist sofort mittels Reichsfernsprecher der Arzt in Zerpenschleuse benachrichtigt, dann der Eisenbahn16
hilfszug angefordert und Ortsfeueralarm gegeben worden. Der in unmittelbarer Nähe
der Unfallstelle wohnende stellvertretende Oberführer der Freiwilligen Feuerwehr
Zerpenschleuse erkannte die Größe der Gefahr und forderte aus nachstehend angeführten
Orten die Lösch- bzw. Unfallhilfe an:
F. F. Ruhlsdorf, F. F. Marienwerder, F. F. Eichhorst, F. F. Sophienstädt, F. F.
Klosterfelde, F. F. Klandorf, F. F. Groß-Schönebeck, F.F. Hammer, Überlandlöschzug
Liebenwalde, Freiwillige Sanitätskolonne Oranienburg mit dem Kreisrettungsauto und
die Samariter der Freiwilligen Feuerwehren Wandlitz und Basdorf. Der zuerst auf der
Unfallstelle eingetroffene Landjägereibeamte hat an den Amtsvorsteher in Prenden als
zuständiger Ortspolizeiverwalter Meldung erstattet und bei der Landjägerabteilung in
Oranienburg um Entsendung des Streifenwagens gebeten. Das Wasserbauamt in
Eberswalde ist durch den Schleusenwärter benachrichtigt worden.
Kommandoführung:
Die Bergungs- und Aufräumungsarbeiten auf dem Bahnkörper leitet der zuständige
Bahnbeamte.
Anordnungen für die Rettungs- und Löscharbeiten trifft der Oberführer der
Ortsfeuerwehr im Einvernehmen mit den Führern der Nachbarwehren.
Das Herrichten des Verbandsplatzes, die Leistung der ersten Hilfe und die Regelung
des Abtransportes der Verletzten ist Aufgabe der Sanitäre und der Samariter. Da die
Krankenwagen nicht ausreichen, ist ein Eisenbahnwagen für die Krankenbeförderung
behelfsmäßig herzurichten.
Absperrung der Unfallstelle:
Die erforderlichen Maßnahmen trifft die Polizei. Im Bedarfsfalle sind Feuerwehrleute
für den Absperrungsdienst heranzuziehen.
Allgemeine Maßnahmen:
Den für die Alarmübung benötigten Eisenbahnwagen stellt die Direktion der
Niederbarnimer Eisenbahn AG. Die Betriebsleitung lässt den Wagen rechtzeitig an die
Übungsstelle schaffen und sorgt auch für die Sicherung der Strecke während der
Übungsdauer. Um die Übung dem Ernstfalle näher zu bringen, werden durch einen
Feuerwerker Kanonenschläge, Rauchbomben und Teerprodukte abgebrannt.
Beginn der Übung: 12.00 Uhr

 

1930

 

17./18.05. Die Freiwillige Feuerwehr Zerpenschleuse feiert ihr 25-jähriges Bestehen.
Festordnung:
Sonnabend, den 17.Mai:
Ansprachen, Konzert, humoristische Vorträge und Gesangsvorträge.
Sonntag, den 18.Mai:
1. 6.00 Uhr Wecken
2. 12.00 - 13.00 Uhr Empfang der auswärtigen Kameraden
3. 13.30 Uhr Einholen der Behörden und Ehrendamen vom Schulhaus und
Marsch zum Festlokal Wollenberg.
4. 14.00 Uhr Umzug durch den Ort unter Mitführung der Geräte 1830 - 1930
und Ausmarsch zum Festplatz in den Eichen
a) Begrüßung durch den I. Brandmeister Kamerad Trill.
b) Prolog
c) Männer-Gesangverein Concordia
d) Ansprache des Amts- und Gemeindevorstehers
e) Arbeiter-Gesangsverein Zerpenschleuse
f) Überreichung von Dienstauszeichnungen durch den
Kreisbrandinspektor Kamerad Grass
g) Gemischter Chor Zerpenschleuse
h) Ansprache des Herrn Landrats
5. Einmarsch
6. 20.00 Uhr Festball im Vereinslokal Wollenberg.
Die Musik wird ausgeführt von der Feuerwehrkapelle Lichterfelde
Festbeitrag: 1,- RM
Kameraden in Uniform haben freien Eintritt.
Das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse

 

1933

 

02. 08.

Preußischer Feuerwehrbeirat, Landesamt für die Freiwilligen Feuerwehren.
An sämtliche Provinzialverbände.
SE. Generalfeldmarschall und Reichspräsident Paul von Hindenburg ist in die Ewigkeit eingegangen. Ab heute ist Adolf Hitler alleiniger Führer des Deutschen
Volkes. Bei der Durchführung der angeordneten Volkstrauer ist folgendes zu beachten:
1. Flaggen auf Feuerwehrgebäuden sind auf Halbmast zu setzen.
2. Bis zum Tage der Beisetzung fallen alle Veranstaltungen aus.
3. Für die Dauer von 14 Tagen tragen alle Feuerwehrmänner beim Auftreten in
Uniform, Trauerflor am linken Oberarm.
4. Die Feuerwehren sind gehalten, falls örtliche Trauerveranstaltungen veranstaltet
werden, hieran geschlossen teilzunehmen.

gez. Dr. Müller

 

1934

 

01. 01.Das Preußische Feuerschutzgesetz tritt in Kraft.

1935

 

09. 09.Die Freiwilligen Feuerwehren des Deutschen Reiches werden der Polizei
unterstellt.

1936

 

29. 10.Abschlussprüfung für Kameraden die im Gasspüren und Entgiften ausgebildet sind. Bezirk 3, am 29. 11. 1936 um 14 Uhr in Groß Schönebeck, Lokal Braune. Umfassend die Ortsfeuerwehrabteilungen: Liebenwalde, Marienwerder, Groß Schönebeck, Klandorf, Schluft, Hammer, Liebenthal, Eichhorst und Zerpenschleuse. Ab 1936 erfolgte eine Normung aller Feuerwehrgeräte, so gab es bis dato 12 verschiedene Schlauchweiten sowie 25 andersartige Kupplungssysteme im Reich.

 

1937

 

 

16. 02.Eine Überprüfung ergab, dass folgende Gerätschaften und Ausrüstungsstükke noch erforderlich sind: 1 Degea- Gasanzug, bestehend aus Stiefel, Hose, Jacke und Handschuhe, 1 S Rauchschutzmaske, 4 Schaufeln, 2 Schrotsägen, 2 Stichsägen, 2 eiserne Brechstangen, 2 Stemmzeuge (Meißel und Schlägel), 4 Blechmulden, 4 Hacken, 2 Dunggabeln und 2 Dunghaken.

 

28. 06.Kreisparteitag: Zum großen Aufmarsch am 11. 7. werden die Kameraden Kurt Fischer, Bernhard Kurth, Willi Hamann, Roman Dziewinski, Willi
Reddand, Otto Palm, Otto Baschin, Hermann Jonas, Hermann Steinmann
und Otto Bading delegiert.

 

1937 wurde auch bestimmt, dass alle Feuerwehrfahrzeuge dunkelgrün gefahren werden müssen

 


1938

 

30. 07.In Anbetracht der bevorstehenden Ernte gewähre ich allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Niederbarnim für die Zeit bis zum
1. September Diensturlaub. Angesetzte Übungen und Versammlungen finden
nicht statt. Der Dienst in den Pflichtfeuerwehren fällt in Hinblick auf die
Notwendigkeit der Ausbildung nicht aus.

 

1939

 

03. 02.Wie das Reichskriminalpolizeiamt mitteilt, häufen sich in letzter Zeit, in auffallender Weise die Meldungen über Brände, die von Kindern verursacht
werden. Durch Runderlass des Landrats werden alle Schulen angewiesen,
gemeinsam mit den Eltern Aufklärungsmaßnahmen gegenüber den Kindern
und Jugendlichen durchzuführen.

 

02. 06.Der Bürgermeister der Stadt Bernau hat angeregt, dass die Mitglieder der Ortsfeuerwehrabteilungen möglichst geschlossen an einer Vorstellung des im Rahmen des Hussitenfestes stattfindenden Volksspieles "Kampf um Bernau"teilnehmen.Die Zusage ist dem Bürgermeister umgehend mitzuteilen. Die entstehenden Kosten müssen die Teilnehmer selbst tragen.

 

21. 07.Bei dem Aufmarsch der Ehrenbereitschaft in Potsdam hat sich leider ein Unfall zugetragen. Einem Feuerwehrkameraden fiel die Axt aus der Hand und
seinem Nachbarn mit der Schneide auf den Fuß, durchschnitt das Stiefelleder
und verletzte den Fuß.

 

23. 08.Einheitliche Uniformierung der Feuerwehr.

 

 

1940

19. 01. Rundverfügung.

 

Am 7. Januar habe ich die Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck alarmiert und dabei feststellen müssen, dass infolge der anhaltenden Kälte die Motoren des
Feuerwehrkraftwagens sowie der Kleinkraftspritze erst nach längeren Bemühungen ansprangen. Dadurch war die unbedingt zu fordernde Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nicht gewährleistet. Als Entschuldigung wurde angeführt, dass die Feuerwehrgeräte in einem nicht heizbaren Raum stehen und Frostschutzmittel nicht vorhanden seien. Diese Gründe kann ich nicht anerkennen. Ab sofort sind Behelfsmaßnahmen einzuleiten. Zum Beispiel Tore und Fenster sind abzudichten,elektrische Kohlefadenlampe als Wärmespender einzuschalten, dem Kühlwasser Frostschutzmittel beizugeben, Motoren täglich anlassen. Den Kraftfahrern und Maschinisten ist die Verantwortung zu übertragen. Ich erwarte von allen Feuerwehrführern und Mannschaften, dass jeder einzelne bestrebt ist, trotz der erschwerenden Umstände die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren zu erhalten.


Der Landrat

 

12. 02. Neue Dienstgradabzeichen für die Freiwilligen Feuerwehren treten in Kraft wie zum Beispiel Anwärter, Truppmann, Obertruppmann, Haupttruppmann,
Truppführer, Obertruppführer, Haupttruppführer, Zugführer, Oberzugführer
und Hauptzugführer.

 

10. 03. Wehrsport bei den Freiwilligen Feuerwehren.
Es ist mir berichtet worden, dass in verschiedenen Gebieten die Feuerwehrmänner stark zur vormilitärischen Wehrerziehung herangezogen werden. Das führt dazu, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren in den Gemeinden gefährdet wird. Mit diesen Maßnahmen kann ich mich nicht einverstanden erklären. Zweck der Feuerwehren ist die Brandbekämpfung. Allein hierauf ist der gesamte technische Dienst während des Krieges abzustellen. Daluege, Chef der Deutschen Polizei

 

26. 03.

Gasschutzausbildung.
Die Ausbildung der Feuerwehren im Gasschutz wird verstärkt. Die Ausbildung
umfasst unter anderem folgende Punkte: Die S Maske, Tragbüchse,
Filter, Auf- und Absetzen der Maske, Chemische Kampfstoffe, Luftkampfstoffe
sowie Geländekampfstoffe.


Der Landrat

 

24. 04. Auspumpen eines Kahns. Wasserstraße Berlin-Stettin, Nähe Lottscher
Brücke. 6 Feuerwehrmänner wurden eingesetzt.
Dauer des Einsatzes 15.00 bis 22.00 Uhr.


Trill, Oberbrandmeister

 

08. 11.Einsatzbereitschaft bei Fliegeralarm. (Auszug)
Bei Fliegeralarm haben sich alle Feuerwehrmänner zum Feuerwehrgerätehaus oder in die für sie bezeichneten Luftschutzkeller zu begeben, damit der Ortswehrführer sofort über die Stärke der bei dem Alarm zur Verfügung stehenden Mannschaft unterrichtet ist. Um die gesamten Einsatzkräfte nicht an einer Stelle etwaigen Bombentreffern auszusetzen,,sind diese in Zivilluftschutzkellern der Nachbarhäuser unterzubringen. Die in den Privatluftschutzkellern in Bereitschaft stehenden Feuerwehrmänner haben sofort nach ihrem Eintreffen dem Ortswehrführer Meldung durch Fernsprecher oder Melder über die Stärke zu erstatten. Durch den Ortswehrführer ist zu veranlassen, dass in den Wachstuben der Gerätehäuser und in den Luftschutzkellern Liegemöglichkeiten eingerichtet werden. Am zweckmäßigsten haben sich hier Papierstrohsäcke und Kopfpolster mit Stroh gefüllt, bewährt. Papierstrohsäcke und Kopfpolster sind auf Kosten der Gemeindekasse bei der Firma "Vereinigte Sack- und Jutefabriken", Berlin, Stralauer Allee 22 zum Preis von RM 3,30 zu beschaffen.


gez. Dr. Bär, Regierungsassessor

 

25. 11.Eine Überprüfung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nach dem Stand
vom 15. 10. hat ergeben, dass in einem Brandfalle in der Gemeinde Zerpenschleuse am Tage nur 6 Mann Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Diese Stärke ist entsprechend der Größe der Gemeinde nicht ausreichend. Ich ersuche, sofort auf Grund der Notdienstverordnung zu kurzfristigen Notdienstleistung in der Feuerwehr 3 männliche Einwohner heranzuziehen. Diese müssen den Anforderungen des Feuerlöschwesens entsprechen, am Tage anwesend sein und nach Möglichkeit in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses wohnen. Verhandlungen mit dem  Wehrmachtsdienststellen über den Verbleib einer gewissen Stamm-Mannschaft der Feuerwehr in jedem Ort schweben.


Der Landrat

 

1941

 

 

16. 02.Karl Bading wird Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse.

 

05. 05.Unfallversicherung von zum Feuerwehrdienst herangezogenen Gespannhaltern. Nach der zweiten Durchführungsbestimmung zum Gesetz über das Feuerlöschwesen müssen die Eigentümer und Besitzer von Zugtieren und
Fahrzeugen auf Anforderung des Ortspolizeiverwalters die Fahrzeuge in
fahrbereiten Zustand für Feuerlöschzwecke zur Verfügung stellen. Somit
werden sie im Rahmen der Gemeinde tätig und genießen den Schutz der
Reichsunfallversicherung.

 

16. 08.Ein Sonderfall gibt mir Veranlassung, nochmals darauf hinzuweisen, dass die Überbelastung von Feuerwehrwagen jeglicher Art strengstens verboten ist. Bei einem durch Blitzschlag verursachten kleinen Getreidebrand in Schönfließ hat sich ein bedauerlicher Unglücksfall zugetragen, der dadurch verursacht wurde, dass sich auf einem zur Brandstelle ebenfalls ausrückenden
vollbesetzten Wehrmachtskraftwagen je 4 Soldaten und Feuerwehrmänner
auf die Trittbretter stellten. Beim Überfahren eines Schlagloches brachen
beide Trittbretter ab und die darauf stehenden Männer stürzten herunter.
7 Männern gelang es, sich vom Wagen abzudrücken, ein Kamerad geriet
unter die Räder und musste im schwer verletzten Zustand ins Krankenhaus
eingeliefert werden. Ich verbiete hiermit erneut, dass Fahrzeuge jeder Art mit
mehr Mannschaften besetzt werden, als Sitzplätze vorhanden sind.

 

15. 09. Die Freiwillige Feuerwehr Zerpenschleuse erhält ihr erstes Löschfahrzeug. Ein LLG (Leichtes- Lösch-Gruppen- Fahrzeug), somit ist sie für Einsätze während der Luftangriffe über Berlin einsetzbar. Das Fahrzeug wurde von der Firma Flader aus Jöhstadt geliefert. Nach der Übergabe wurde festgestellt, dass eine Dunggabel fehlte. Diese hat sich nicht wieder angefunden.

 

28. 11.In Zerpenschleuse wird die Anwendung der Notdienstverordnung für den
Feuerwehrdienst geprüft. Eine Aufzeichnung über diese Prüfung ist nicht
vorhanden. Hier gehen unsere vorhandenen Aufzeichnungen und Unterlagen
zu Ende. Laut Aussagen von Feuerwehrhistorikern mussten im April 1945
auf Befehl vom Reichsministerium des Innern sämtliche schriftliche Unterlagen
und Aufzeichnungen ab 1941 abgegeben werden wo sie letztendlich
vernichtet wurden.

1945

 

31. 03. Nur das exakt geführte Kassenbuch der Feuerwehr ist noch vorhanden, es wurde auf dem Gemeindeamt abgerechnet. Die Kasse schließt mit einem
Manko von 13,23 Reichsmark ab. Das Löschfahrzeug, ein LLG (Leichtes- Lösch- Gruppen- Fahrzeug) soll vor dem Zugriff der nahenden Roten Armee gerettet werden. Es wird zum Fluchtfahrzeug für zwei Kameraden nebst Familien.

 

Der Krieg ist zu Ende.

 

08. 05. Die Freiwilligen Feuerwehren werden auf Befehl der Sowjetischen
Militäradministration vorerst aufgelöst Die Kameraden kehren ohne Löschfahrzeug zurück. Von den Alliierten wurde es dankend angenommen.

 

 

Neuanfang nach der Stunde Null

15. 12.Rundschreiben vom Bezirksbürgermeister Ender, Wandlitz:
An alle Bürgermeister, ab sofort sind in allen Orten die Freiwilligen Feuerwehren wieder aufzuziehen. Es müssen deshalb alle Anstrengungen gemacht werden, die ehemaligen Feuerwehrmänner wieder zusammenzufassen und das eventuell noch vorhandene Feuerwehrmaterial wieder in den Zustand zu versetzen, dass die Gewähr gegeben ist, bei Ausbruch eines Brandes sofort aktiv eingreifen zu können. Über die Maßnahmen ist mir Bericht zu erstatten. Wenn die Feuerwehrmänner nicht uniformiert sind, müssen sie eine weiße Armbinde mit der russischen Aufschrift "Feuerwehrkommando" tragen.

1946

 

11. 01.Kamerad Brandmeister Kurt Fischer wird neuer Ortswehrführer und löst
somit den bisherigen Ortswehrfüher August Trill ab. Kamerad Fischer über
nimmt das Feuerwehrgerätehaus mit folgenden Gegenständen:
2 Schränke, 1 Regal, 1 Stuhl, 1 Werkbank mit Schraubstock, 1 TS 800 Liter
einsatzfähig, 1 TS 400 Liter nicht einsatzfähig, 1 mit Pferden zu bespannende
Handdruckspritze, 1 Handfeuerlöscher, 1 Kübelspritze, 18 m A Schlauch,
60 m B Schlauch, 220 m C Schlauch, 120 m D Schlauch, 2 Verteiler,
6 Strahlrohre, 2 Übergangsstücke, 1 Hosenstück, 2 Hakenleitern, 1 Anstellleiter, 2 Mäntel, 4 Tuchröcke, 1 Drillichrock, 3 Steigegurte, 4 Steigerleinen, 2 Beile, 1 Hupe, 2 Signalpfeifen, 1 Gasmaske, 3 Schulterriemen, 24 Stahlhelme, 4 Äxte, 2 Spaten, 2 Schippen, 5 Laternen, 2 Einreißhaken, 20 Liter Benzin, 2 Gummianzüge und 1 Paar Gummistiefel (Erstaunlich ist, dass die 20 Liter Benzin die Wirren des Kriegsendes überstanden haben).
Übergeben: August Trill Überbernommen: Kurt Fischer In Gegenwart von Bürgermeister: v. Renthe Fink

 

16. 01.Für die Mitglieder der Berufs-, Freiwilligen und Pflichtfeuerwehren wird bei der Provinzialversicherungsanstalt Mark Brandenburg eine Unfallversicherung abgeschlossen. Die Prämien sind von den jeweiligen Gemeinden zu tragen. Die Feuerwehrleute sind versichert bei Unfall im Dienst. Bei Eintreten des Todesfalles und der Invalidität mit jeweils 20.000 RM, bei Eintreten von Krankheit 5,00 RM täglich. Die Versicherung tritt am 01. 02. in Kraft. Erster Kreisfeuerwehrführer nach dem Krieg wird Genosse Fokken aus Zepernick.

 

24. 01.Der Landrat wünscht eine Aufstellung aller Feuerwehrleute bis zum 26. 01. 1946.

 

25. 01.Auf Anordnung des Kreisfeuerwehrführers ist in allen Gemeinden eine
Brandschaukommission aufzustellen, die sich aus folgenden Mitgliedern
zusammensetzt:
1 Polizist: Herr Karl Krohn
1 Baufachmann: Herr Paul Braklow
1 Feuerwehrmann: Herr Kurt Fischer
1 Schornsteinfeger: nicht im Ort wohnhaft.
In halbjährlichen Abständen sind folgende Gebäude zu kontrollieren:
Versammlungsräume, Kinos, Theater, Garagen, Tischlereien, Scheunen und
Ställe, elektrische Anlagen und Feuerstätten in Wohnungen.

 

29. 01. Ab sofort sind bei allen öffentlichen Veranstaltungen wie Kinos, Versammlungen oder Theatervorstellungen Brandwachen durch die Feuerwehr zu stellen. Die Brandwachen sind gebührenpflichtig. Der Erlös ist für Feuerwehrzwecke zu verwenden. Der Kreiswehrführer

 

13. 03.Auf der Brandmeisterbesprechung in Zerpenschleuse, Lokal Wollenberg, wird Kamerad Brandmeister Kurt Fischer zum Bezirksbrandmeister ernannt. Der Bezirk umfasst folgende Gemeinden: Zerpenschleuse, Klosterfelde, Marienwerder, Ruhlsdorf, Sophienstädt und Prenden.

 

22. 06.Schulterklappen auf den vorhandenen Uniformen sind sofort zu entfernen.

 

24. 07.Von allen Feuerwehrmännern wird ein Lebenslauf angefordert.

 

25. 07.Befehl: An alle Brandmeister des Kreises Niederbarnim!
Das Feuerlöschwesen ist ab sofort der Polizei angeschlossen. Es gibt keinen Verein der Freiwilligen Feuerwehr mehr. Der nächste Vorgesetzte des Brandmeisters ist der Polizeileiter und der Bürgermeister des jeweiligen Ortes. Jeder Schriftverkehr und jede Meldung geht über den Polizeikurierdienst zum Bezirksbrandmeister von dort zum Kreisbrandmeister, ungekehrt dasselbe. Orte, die Termine nicht einhalten, muss ich der Kreiskommandantur melden.
Der Kreisbrandmeister Fokken Der Kreispolizeichef Ludwig

 

29. 07.Vom Leiter der Feuerwehr wird verlangt, bis zum 28. jeden Monats, einen Tätigkeits- und Stimmungsbericht an den Abschnittsleiter der Polizei einzusenden. Abschnittsleiter Machander

 

07. 08.Sämtliche Holzbrücken im Kreis Niederbarnim müssen ab sofort mit Feuerlöschgeräten versehen werden. Benzin- oder Holzfass für Wasser, Holzkisten für Sand. Der Brandmeister im Ort hat in Verbindung mit der Polizei und dem Bürgermeister für die Ausführung Sorge zu tragen. Die Wachen für diese Brücken stellt der Selbstschutz und ist Aufgabe der Polizei.

 

16. 08.Auf Grund einer Mitteilung des Kreisfeuerwehrführers Herrn Fokken sind
folgende Mitglieder der Feuerwehr Zerpenschleuse sofort zu entlassen:
1. Fritz Reimer 2. Erich Sewerin. Kreispolizei Niederbarnim

 

19. 09.Der Kreisbrandmeister Fokken traf um 11 Uhr auf der Ortspolizeibehörde in Zerpenschleuse ein und ordnete einen Probealarm an. Um 11.10 Uhr versuchte der Polizeibeamte die Sirene in Gang zu setzen. Wegen Stromausfall fiel die Alarmierung mit der Sirene aus. Die Alarmierung durch Hörner sowie anderer Alarmzeichen konnte nicht durchgeführt werden, da keine Feuermeldestellen bekannt waren. Der Kreisbrandmeister ordnete an, dass ab sofort Feuermeldestellen aufgebaut werden müssen. Der Probealarm wird in der nächsten Zeit wiederholt.

 

06. 11.Die Provinzialversicherungsanstalt Mark Brandenburg führt Schulungen fürFeuerwehrmänner in Potsdam durch. Erstmalig nur für Brandmeister. Es sind
mitzubringen: Reisemarken bzw. Waren in Natur für die Verpflegung für drei
Tage: 100 gr. Nährmittel, 30 gr. Fett, 50 gr. Fleisch, 1350 gr. Kartoffeln, 90 gr. Marmelade, 20 gr. Zucker. Brot kann jeder nach Belieben mitbringen.Mitzubringen ist ein Essbesteck, 1 Teller und ein Handtuch. Der Geldbetrag für mitgebrachte Waren wird vom Hotel erstattet. Wir setzen voraus, dass die Abhaltung des Kursus in Anbetracht der heutigen Verhältnisse begrüßt wird. Provinzialversicherungsanstalt 

gez. Piontkowski

 

19. 12.Weisung: Benzin, der für die Feuerwehr zugeteilt wurde, darf nicht für Krankentransporte oder für Arbeiten, die die Rote Armee aufgibt, benutzt werden. Für Pumpen- oder Löscharbeiten für die Rote Armee stellt dieselbe auch den Benzin. Für Krankentransporte wird von der Abteilung Gesundheitswesen Benzin geliefert.

1947

 

02. 01.Die Feuerwehr erhält vom Kreisbrandmeister eine Uniformmütze Größe 57.

 

18. 04.Neuer Kreisbrandmeister wird Herr Pannenberg.
Zum Oderhochwasser wurden Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr verpflichtet: Siegfried Pampel, Willi Lippert, Heinz Finke, Werner Noack und
Otto Schmökel als LKW Fahrer. Den Schiffseignern wurden die Kähne, die
das Kriegsende überlebten, beschlagnahmt und an der Oder eingesetzt.

 

21. 04. Der Forstmeister des Forstamtes Rehhorst wendet sich an die umliegenden Feuerwehren um Unterstützung bei der Verhütung und Bekämpfung von Waldbränden.


21. 07. Das Landesbrandschutzamt Potsdam führt eine Erfassung sämtlicher Fahrzeuge und TS 8 durch.Anzugeben sind zum Beispiel Hersteller, Baujahr, Typ, Benzin oder Diesel, Anzahl der Räder, Größe der Räder, Anzahl der Sitze.


12. 10. Das Gesetz über das Feuerlöschwesen und dem Katastrophenschutz im Land Brandenburg tritt in Kraft.


11. 11. Von den Gemeinden wird gefordert, dass die Besitzer von Zugtieren und Fahrzeugen für den Vorspanndienst für die Feuerwehr zu verpflichten sind.


1948


01. 03. Auf Anordnung des Landesbrandschutzamtes sind die Abschnitte Groß
Schönebeck und Zerpenschleuse zusammenzulegen und bilden den Abschnitt
II. Leiter dieses Abschnittes ist der Oberbrandmeister Karl Braune aus Groß
Schönebeck. Brandmeister Braune ist hauptverantwortlich für die Brandschauen
in den Betrieben. Die bisher im Kreis Niederbarnim bestehenden 14
Abschnitte wurden auf 6 Abschnitte reduziert.


12. 03. Spirituosensonderzuteilung: Brandmeister Kurt Fischer stellt beim Kreisbrandinspektor Pannenberg den Antrag auf eine Sonderzuteilung von
Schnaps für den Kameradschaftsabend am 10.04. Die paar Tropfen die der
Gastwirt zur Verfügung habe, reiche doch nicht hin und her. Der Kreisbrandinspektor ist empört und stellt seine Teilnahme für diesen Abend in Frage. Das Essen (Erbsensuppe) wurde in der Waschküche des Kameraden Schmidt gekocht und in Eimern in den Saal Wollenberg getragen. Teller und Besteck mussten mitgebracht werden.


07. 04. Die Leiter der Ortswehren müssen sofort den örtlichen Arbeitsämtern eine namentliche Liste der Feuerwehrmänner einreichen. Die Anforderung von
Arbeitskräften zu auswärtigen Arbeitseinsätzen hat wiederholt dazu geführt,
dass in den einzelnen Gemeinden vorübergehend die zur Bekämpfung des
Feuers erforderlichen Personen nicht anwesend waren. 27


22. 04. Auf Anweisung der Landesregierung Brandenburg musste für den Kreis
Niederbarnim, Standort Bernau, ein Löschzug aufgestellt und ausgerüstet
werden. Die Aufgabe des Löschzuges ist es, für jeden Ort in allen größeren
Schadensfällen unverzüglich Hilfe zu leisten. Der Feuerlöschzug ist unter der Rufnummer Bernau 777 zu erreichen.


12. 08. Beförderungen und Dienstgrade der Freiwilligen Feuerwehren zum Oberfeuerwehrmann und Löschmeister erfolgt durch den Ortswehrleiter. Eine
Beförderung zum Brand- oder Oberbrandmeister kann nur durch das Kreisbrandschutzamt mit Zustimmung des Landesbrandschutzamtes erfolgen. Die Dienstgrade sind Feuerwehrmann, Oberfeuerwehrmann, Löschmeister,
Brandmeister und Oberbrandmeister.


20. 08. Die Freiwillige Feuerwehr Zerpenschleuse erhält für den Wiederaufbau vom Landesbrandschutzamt 300,00 Mark.


19. 09. In Bernau findet eine Feuerwehrkreistagung statt. Vormittag finden Vorführungen und Übungen auf den städtischen Turnplatz statt. Nach dem Mittagessen Beginn der Kreistagung. Essbesteck und Teller sind mitzubringen.


29. 10. Auf Anordnung der S.M.A.D. Karlshorst und im Einvernehmen des Minister Bechler sind ab sofort alle ehemaligen Mitglieder der NSDAP, SS und SA aus dem Feuerlöschwesen zu entfernen. Entstandene Fehlstellen sind durch
Verpflichtungen geeigneter Bürger zu schließen. Gemeinden, die dieser Anordnung nicht Folge leisten, werden zur Verantwortung gezogen.


1949


02. 03. Das vorläufige Statut für die Feuerwehr in der sowjetischen Besatzungszone tritt in Kraft.


24. 05. Dem Kreisbrandschutzamt stehen ein Posten Dachpappe und Fensterglas zur Verfügung. Bedarf kann angemeldet werden.


04. 08. Die Feuerwehrkommandostelle Zerpenschleuse erhält vom Kreis Niederbarnim 10 Schutzanzüge zum Preis von 28,- DM.
Kamerad Kurt Fischer wird zum Oberbrandmeister ernannt.


23. 08. Für die Freiwillige Feuerwehr Zerpenschleuse liegen auf dem Kreisbrandschutzamt 9 Kombinationen zur Abholung bereit.


09.12. Selbstschutz. In der letzten Zeit häufen sich die Diebstähle von Großvieh in den Landgemeinden. Die Feuerwehr ist aufgerufen, Streifengänge der Polizei, je Nacht mit 2 Mann, zu unterstützen.

 

1950

 

21. 03. Die Gebührenordnung für die Feuerwehren in der Deutschen Demokratischen Republik tritt in Kraft. So kosten zum Beispiel bei gebührenpflichtigen Arbeiten:
ein Feuerwehrmann (Mannschaftsdienstgrad): DM/Std. 2,50
ein Brandmeister: DM/Std. 3,00
ein LF 15: DM/Std. 22,00
eine TS 8 mit TSA: DM/Std. 12,00


1951


11. 03. Die Feuerwehr Zerpenschleuse erhält eine vom Volkspolizeikreisamt erarbeitete Ausrückeordnung. Sollten die eigenen Kräfte nicht ausreichen so sind die Freiwillige Feuerwehr Klosterfelde oder die Berufsfeuerwehren Bernau
oder Oranienburg zu alarmieren.


1952


09. 03. 3 ½ stündiger Waldbrandeinsatz am Lottschesee. Es haben W. Hamann, H. Baumann, A. Trubach, E. Novke, O. Baschin, H. Peter, O. Taubenheim, H. Taubenheim, K. Bading und G. Poppe teilgenommen.


18. 06. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr erhalten neue Ausweise. Passbilder sind schnellstens zu besorgen. Vom Erlös der Kinowachen müssen 50 % an die Abteilung Feuerwehr beim Volkspolizeikreisamt abgeführt werden. 50 % verbleiben bei der jeweiligen Freiwilligen Feuerwehr.


28. 07. Schadenersatzanspruch. Bei dem am 19. 05. stattgefundenen Brand in Zerpenschleuse, Wohnhaus Futh Lindenstraße, verbrannten den beiden Kameraden Gerhard Novke und Otto Taubenheim je ein Paar hohe Lederschuhe. Außerdem wurde dem Kameraden Gerhard Novke eine Privathose beschädigt. Sechs anderen Kameraden verbrannten die Sohlen ihrer Gummistiefel.


04. 10. Zum Tag der Deutschen Demokratischen Republik werden in den Nächten


am 06./07. 10 und 08. 10. zum Schutz vor Saboteuren, Provokateuren und
Agenten Streifengänge durchgeführt. Je Nacht sind 2 Kameraden der Feuerwehr
einzuteilen. Verantwortlich ist der Abschnittsbevollmächtigte der
Volkspolizei (ABV). 29


1953


03. 03. Das Volkspolizeikreisamt Bernau, Abteilung Feuerwehr ruft eine Versammlung der Freiwilligen Feuerwehren ein. Thema: Diskussion zum Entwurf des neuen Statuts der Freiwilligen Feuerwehren in der Deutschen Demokratischen Republik.


21 .05. Die Freiwillige Feuerwehr veranstaltet ein Vergnügen im Lokal Wollenberg. Die Genehmigung dazu wurde vom FDGB, Kreis Bernau, erteilt.


14. 06. Wehrleiter Kamerad Fischer stellt den Antrag, von seiner Funktion als Wehrleiter entbunden zu werden. Die Abteilung Feuerwehr in Bernau ist einverstanden, bittet aber den Kameraden Fischer sein Amt bis zum 1. 07. weiterzuführen. Aus der Ablösung wurde aber nichts. In der Heizperiode brennt die Tischlerei Kämpfer, an der Kreuzung 109/167 wo sich der heutige Automarkt befindet, nieder. Ursache war ein Spänestopfofen. Er
explodierte und verteilte gleichmäßig die brennenden Holzspäne in der gesamten Werkstatt.


1956


06. 04. Die Abteilung Feuerwehr erlässt Richtlinien für den Wettbewerb in den Wirkungsbereichen.Gewertet werden zum Beispiel einsatzmäßige Schulübung, Einsatzübungen, Sauberkeit und Einsatzbereitschaft, Beteiligung an Versammlungen und Schulungen sowie Werbung neuer Kameraden.

 

18. 06. Protokoll über die Hausbegehung in der Brandschutzwoche.
Teilnehmer: Der Bürgermeister Haushalter, der ABV Dachwitz, Parteisekretär
Bülow, Elektriker Fritz Fedler, Feuerwehrmann Eckhard Fedler. Kontrolliert
wurden 8 Betriebe bzw. Wohnhäuser. In 4 Gebäuden wurden Mängel, in
4 Gebäuden keine Mängel festgestellt.


15. 10. Siegfried Prawitz wird Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse.

1957

 

01. 02. Im Beisein des Bürgermeisters wurde von der Abteilung Feuerwehr Bernau die Gemeinde in brandschutztechnischer Hinsicht überprüft. Hierbei schnitt die Feuerwehr nicht befriedigend ab. Beanstandet wurden die Dienstdurchführung, Einsatzbereitschaft, Ausrückeordnung und Schulbeschickung. Als gut werden bewertet: Die Löschwasserversorgung, Zusammenarbeit mit Bürgermeister und ABV.


15. 10. Julius Olbricht , genannt Jule, wird Kamerad der FF Zerpenschleuse.

 

1958

 

18. 09. Die Freiwillige Feuerwehr Zerpenschleuse erhält für die Grabenräumung
vom Hammerbruch bis Einmündung in den Oder - Havelkanal, hinter der
Eisenbahnbrücke, DM 2.480,00. Der Betrag wird an die beteiligten Kameraden
ausgezahlt. An dieser Aktion nahmen 28 Kameraden teil. Für weitere DM 2.800,00 wurden von der Deutschen Handelszentrale Maschinen- und Fahrzeugbau 33 Uniformen, zum Stückpreis von jeweils DM 85,00, gekauft. Zur sofortigen Lieferung wurden 35 Mützen und 31 Koppel nachbestellt.


22. 10. An alle Wehrleiter des Kreises Bernau. Eine außerordentliche Wehrleitertagung findet in Klosterfelde, Lokal Klostermann, statt. Tagesordnung: Das Luftschutzgesetz der Deutschen Demokratischen Republik.


12. 11. Erneute Überprüfung des Brandschutzes in der Gemeinde Zerpenschleuse durch die Abteilung Feuerwehr Bernau. Das Ergebnis war zufrieden stellend, lediglich die Schulbeschickung, Öffentlichkeitsarbeit und Sollstärke wurden kritisiert.

 

1959

 

 

03. 01. Erste Generalversammlung die schriftlich nachgewiesen ist. Die Wehr zählte zu dieser Zeit 26 aktive und 3 passive Mitglieder. Hermann Steinmann und August Trill wurden einstimmig als Ehrenmitglieder wieder aufgenommen.
Sie wurden einst aus politischen Gründen, aus der FFw ausgeschlossen.


03. 08. An 27 Kameraden werden die neuen Statuten für Freiwilligen Feuerwehren ausgegeben.


04. 12. Abrechnung geleisteter NAW Stunden (Nationales Aufbauwerk):
Feldarbeiten bei der LPG: 164 Stunden Feuerwehrangelegenheit: 191 Stunden
In der Gemeinde: 858 Stunden Gesamt: 1.213 Stunden


1960


11. 01. Neuregelung in der Kraftstoffversorgung: Ab 01. Januar erfolgt die Ausgabe von Kreditscheinen vom Rat des Kreises, davon kann dann an den Tankstellen Kraftstoff bezogen werden.


17. 06. Die Gemeinde bittet die FFw beim Abriss des Stalles, Berliner Straße 16,
Grundstück Beutel, zu unterstützen, da die Gemeinde keine qualifizierten Kräfte zur Verfügung habe.


09. 08. Die Feuerwehr erhält vom Rat des Kreises Bernau einen TSA ohne S mit
Reservereifen und Schlauchhaspeln.


04. 10. Die Kommission für Ordnung und Sicherheit wird in Zerpenschleuse gegründet, mit den Unterkommissionen: Brandschutz, Arbeitsschutz, Verkehrssicherheit, Gesundheit-, Hygiene- und Seuchenschutz. Insgesamt wurden dafür 23 Bürger gewonnen. Davon 4 Kameraden für das Brandschutzaktiv. Es sind die Kameraden Hilliges, Fritz Fedler, Fritz de la
Barre und Siegfried Prawitz.


1961


18. 02. Die Freiwillige Feuerwehr wird auf der Kreisbrandschutz-Konferenz in
Bernau von der Deutschen Versicherungsanstalt, für vorbildliche Arbeit im
vorbeugenden Brandschutz, mit einer Geldprämie ausgezeichnet.


17. 03. Die Abteilung Feuerwehr beschwert sich, dass der von der FFw Zepernick
34 zur Verfügung gestellte Motor für unser Fahrzeug nicht abgeholt wurde, da
doch der Rat des Kreises für die Reparatur 500,00 DM DM zur Verfügung
gestellt habe. Die LPG Freier Bauer wird den Motor abholen, somit kann das
Fahrzeug zur PGH Zukunft zum Motoreinbau gebracht werden.


03. 08. Die Gemeinde bittet um Hilfe: Es wird ein Kamerad gebraucht, welcher für die Straßenbeleuchtung verantwortlich gemacht werden soll. Aufgabe ist, die
Glühlampen auszuwechseln. Bezahlung 0,75 DM pro Auswechselung.


13. 08. Schließung der offenen Grenze zu Westberlin. An Alle: Genossen Kämpfer der Hundertschaften und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren! Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die innere Sicherheit und Ordnung im Kreisgebiet Bernau in allen Situationen voll zu gewährleisten. Das setzt voraus, dass wir bedingungslos die Weisungen und Befehle sowie die eingeleiteten Maßnahmen von Partei und Regierung erfüllen bzw. jegliche Unterstützung geben.


16. 10. In der Gemeindevertretersitzung wurde die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse mit folgenden Kameraden bestätigt:
Kamerad Brandmeister Kurt Fischer, Wehrleiter; Kamerad Unterbrandmeister August Reddant, stellvertretender Wehrleiter; Kamerad Brandmeister Günter Hilliges, Leiter BS Gruppe; Kamerad Löschmeister Horst Baumann Leiter für A. und S.


09. 11. Die Wehrleitung hat beschlossen ein Pionieraktiv zu gründen. Kamerad
Manfred Fritsche hat sich für diese Aufgabe verantwortlich erklärt.


1962


10. 11. Versammlung in der Gaststätte Bading. Anwesend sind der Bürgermeister, der ABV und 18 Kameraden. Politische Tagesfragen: Erinnert wurde an die politische Lage in Kuba, wo die Welt am Abgrund eines Weltbrandes stand. 12 neue Feuermeldestellen wurden errichtet und mit Schildern versehen. Das Gerätehaus soll im nächsten Jahr neu geputzt werden.


1963


Vorbeugender Brandschutz: Einteilung des Ortes in Straßenabteilungen. Für
jeden Straßenzug wird eine Straßenbrandschutzgruppe gebildet, zu der jeweils
3 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gehören. Später wurden Zivilpersonen
hinzugezogen. Die Ausbildung dieser Helfer erwies sich als schwierig.


15. 11. Scheunenbrand bei Kolbe, Kanalstraße. Der Bürger Werner Baumann leistet erste Löschhilfe. Die Löscharbeiten dauern zwei Tage. An den Aufräumarbeitenbeteiligt sich eine Gruppe von dreißig Soldaten der NVA und am 16. 11. eine Gruppe von 18 Genossen der VP Bereitschaft Basdorf. Die Einsatzleitung bedankt sich bei den Vorgesetzten und schlägt vor, den Beteiligten Genossen einen dreitätigen Sonderurlaub zu gewähren. Zahlreiche Kameraden benötigten Bescheinigungen für ihre Betriebe.


1964


18. 01. Die Freiwillige Feuerwehr richtet auf dem Finowkanal, vor der alten Schule eine Eisbahn durch bespritzen der Eisfläche her. Dauer: 1 Stunde. Die Leistung stellt die Feuerwehr der polytechnischen Oberschule in Rechnung. Preis DM 15,00. Ob die Rechnung bezahlt wurde, konnte nicht belegt werden.


17. 04. Kohlenbrand auf einem Frachtkahn auf der Wasserstraße Oder - Havel-
Kanal. Im Einsatz waren: Kamerad Otto und Heinz Taubenheim, Herbert Klunter und Günter Schenk.


01. 05. Vom Nationalrat der Nationalen Front erhält das Kollektiv der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse die Aufbaunadel in Gold.


1965


22. 05. 60-jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse.

Festfolge: Einsatzübung der Feuerwehren Klandorf und Zerpenschleuse.
Friedensplatz: Es spielt das Pionier-Blasorchester Groß Schönebeck unter
der Leitung des Genossen Ludwig. HO Kulturhaus: Festsitzung anschließend Tanz. Eintritt: MDN 2,00, Kameraden zahlen MDN 1,00. Eingeladen sind: Der Rat des Kreises Bernau, das Volkspolizei Kreisamt Abteilung Feuerwehr sowie Vertreter der PGH Zukunft. Die PGH spendet 50,00 MDN für die Feuerwehr.

 

 

1966


01. 08. Der Fuhrunternehmer Herr Herbert Ziebarth stellt für unser Fahrzeug Phänomen einen Vergaser kostenlos, einschließlich Einbau, zur Verfügung.
Eine Übung aller Wehren des Wirkungsbereiches findet auf dem Sportplatz
am Oder - Havel-Kanal statt. Die Feuerwehr spritzt, wegen der Trockenheit, ein Runkelfeld der LPG. Der LPG wird vorgeschlagen, selbst eine LPG-Feuerwehr zu gründen.


13. 06. Die Kameraden Helmut Schiller und Günter Schenk werden von der Versammlung entbunden. Sie sollen den Kollegen Kolbe von der LPG beim auspumpen der Backstube Taupitz helfen.


12. 08. Die Gemeinde beauftragt der Mützenmacherei Wegener in Petershagen für unsere Kameraden 16 Sommermützen anzufertigen.


1967


30. 04. Das 2. Mal erhalten wir vom Nationalrat der Nationalen Front die Aufbaumedaille in Gold. Kamerad Siegfried Prawitz übernimmt das Aktiv Junger Brandschutzhelfer. Auf Weisung des Kreis-Landwirtschaftsrates werden in der Woche der Winterbereitschaft Massenkontrollen in den landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt.


1968


12. 01. Kamerad Richard Pankratz wird Protokollführer. Der Wehrleiter rügt wieder einmal die Beteiligung an den Dienstdurchführungen. Der Kameradschaftsabend am 17.02. wird vorbereitet. Dem Kamerad Schiller wird erlaubt, sich einen Schlüssel für das Gerätehaus anzufertigen. 37


01. 05. Kamerad Brandmeister Kurt Fischer tritt als Wehrleiter, nach 23 jähriger
Wehrleitertätigkeit, zurück. Neuer Wehrleiter wird Kamerad Julius Olbricht.


06. 08. Getreide- und Mietenbrand in Schluft.


20. 08. Wohnhausbrand (Rohrdach) bei Krug in Böhmerheide. Löschwasser wurde aus dem Weißen See gefördert.


08. 11. Kamerad August Reddant wird zum 75. Geburtstag mit einem kleinen Präsent geehrt. Er ist seit 1922 Mitglied der Feuerwehr Zerpenschleuse, führt die Kassengeschäfte und heizt im Winter das Gerätehaus. Für den Ortsausschuss der Nationalen Front werden die Kameraden Willi Lippert und Harald Matthies delegiert. Die Leistungsstufe III ist im Gespräch. Mit der Gemeinde muss ein Prämienvertrag abgeschlossen werden. Eine weitere Bedingung ist, dass eine mindestens 3- köpfige Frauengruppe besteht.


1969


11. 04. Die Jungen Brandschutzhelfer fahren ins Spezialistenlager nach Brodowin und belegen dort einen beachtlichen 3. Platz.

 

Uwe Keßler wird von den Jungen Brandschutzhelfern in die Wehr übernommen.
Es wird kritisiert, dass die Jungen Brandschutzhelfer noch nicht einheitlich eingekleidet sind.


25. 04. Unsere Frauengruppe nimmt Gestalt an. Zwei Ehefrauen von Kameraden, Christa Olbricht und Helga Matthies, werden Mitglieder der Feuerwehr.


13. 06. Das Dach des Gerätehauses soll umgedeckt werden. Kamerad Klunter übernimmt die Verantwortung. Die Feuerwehr eilt zur Löschhilfe nach Groß Schönebeck, eine Scheune ist durch Blitzschlag in Brand geraten. 19 Kameraden sind im Einsatz.


08. 08. Feuer in Ruhlsdorf. Im Zweigbetrieb des HVW Klosterfelde ist ein Brand
ausgebrochen. Die Freiwillige Feuerwehr eilt nach Ruhlsdorf. Die BDVP (Bezirksbehörde Deutsche Volkspolizei) löst auf dem Gelände der LPG eine Wirkungsbereichsübung aus. Zum 20. Jahrestag der DDR verpflichten
wir uns die Gullys in der Liebenwalder Straße zu reinigen.


12. 09. Kamerad Fritz de la Barre spricht, im Namen der LPG, der Feuerwehr für das Spritzen eines Maisfeldes, wegen Trockenheit, eine Belobigung aus. Ob was dran hing ist nicht mehr nachzuvollziehen.


15. 10. Anlässlich des 1. Mai verpflichtet sich die FFw die Leistungsstufe II abzulegen. Kamerad Fritz de la Barre wird Stellvertreter für Ausbildung und Schulung. Bruno Busse geht als Stellvertreter VB in die Wirkungsbereichsleitung.


1970


12. 06. Das Parteilosenaktiv wird mit den Kameraden Harald Matthies und Günter Hoffmann erweitert.


14. 08. Unsere LPG-Feldscheune an der Forststraße brennt. Die Polizei wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermitteln. Die Schadenssumme soll insgesamt 140.000 Mark betragen. Der später ermittelte Täter, Herr Nespethat, kommt dafür ins Gefängnis. Die Wehr übernimmt die 2. Klasse der Polytechnischen Oberschule Zerpenschleuse als Patenklasse.


13. 11. Kamerad Helmut Schiller erhält vom Bürgermeister eine Belobigung für vorbildliche Pflege der Löschtechnik.


13. 11. Vom Forst organisiert, nehmen die Kameraden an einer Aktion "Holz für alte und gebrechliche Menschen" teil.

 

1971


08. 01. Jahreshauptversammlung. Die Patenklasse überrascht mit einem Kulturprogramm. Es gibt Kuchen und für ihre Klassenkasse 70,00 Mark.
Durch Tausch, alt gegen neu, erhält die Feuerwehr vom KIB (Kraftfahrzeuginstandsetzungsbetrieb) für unser Fahrzeug eine neue Batterie.
Kamerad Fröhlich erklärt, dass der KIB eine Betriebsfeuerwehr gründet.


12. 03. Kamerad Heinz Berg hält seine erste politische Presseschau ab.


20. 04. Die Gaststätte Bading erhält das Notruftelefon mit der Nummer 110.


25. 06. Die Prüfung zur Leistungsstufe II wurde bestanden.


09. 07. Feuerwehrkampfsport. Im Kreisausscheid belegten wir in der Disziplin
Löschangriff den 3. Platz. Als beste Wehr im Wirkungsbereich Groß Schönebeck
erhalten wir vom Rat des Kreises Bernau eine Prämie von 100,00 Mark. Herr Tischlermeister Gerd Markgraf führte kostenlos eine Reparatur im Innenraum unseres TS Anhängers aus. In Ruhlsdorf brennt eine Scheune. Ursache: Überhitzung eines Keilriemens.


29. 09. Die Brandschutzakte der LPG "Freier Bauer" konnte nicht überprüft werden. Der Schlüssel zum Panzerschrank ist verschwunden.

 

08. 10. Die technische Überprüfung unseres Fahrzeuges ergab die Note gut.


12. 12. Kamerad Wolfgang Sukrow, Nachbar vom Postgebäude, entdeckt und verhindert durch erste Löschhilfe einen Dachstuhlbrand im Postgebäude. Dafür
wird er von der Bezirksbehörde der Deutschen Post mit einer Geldprämie
und Urkunde gewürdigt.


1972


14. 01. Unsere Jahreshauptversammlung findet statt. Die Patenklasse zeigt ein kulturelles Rahmenprogramm und führt Hänsel und Gretel vor. Als Dank gibt es Kaffe und Kuchen sowie für jeden eine Apfelsine. Für die Klassenkasse
erhalten sie 70,00 Mark, Die Leistungsstufe I wird ins Visier genommen.


01. 05. Karl-Heinz Bornstein von den Jungen Brandschutzhelfern will jetzt endlich zu den "Großen" gehören und aktiv bei der Feuerwehr dabei sein. Er stellt den nötigen Antrag dafür und wird angenommen.


06. 05. Feuerwehrkampfsport, Kreisausscheid in Werneuchen belegen wir in den Disziplinen Löschangriff und Gruppenwettkampf jeweils den 1. Platz.
Dafür wird dem Kameraden Fritz de la Barre und den weiteren teilnehmenden
Kameraden Dank und Anerkennung ausgesprochen. Die Wehr erhält von der Gemeinde 100 Mark.

 

01. 06. Ein großer Tag. Der Rat des Kreises übergibt uns ein neues Kleinlöschfahrzeug, Typ B 1000 TS 8 im Wert von 29.535 Mark.


1973


17. 05. Löschhilfe im Möbelwerk Klosterfelde. Dafür gibt es von der Versicherungsanstalt eine Urkunde. 06. 03. Der KIB repariert kostenlos unser Löschfahrzeug vom Typ “Garant”. Die Reperatur kostet 279,-Mark.


12. 04. In Marienwerder brennt ein Schuppen, wir eilen zur Löschhilfe.


19. 04. Ursula Mundt aus Groß Schönebeck wird unsere neue Bürgermeisterin.
Die Kameraden Heinz Taubenheim, Werner Büttner und Werner Römer werden
Gemeindevertreter.


24. 04. In Groß Schönebeck brennt der Kinosaal, ein Tag vor der Jugendweihefeier, 41 bis auf die Grundmauer nieder. Die Kameraden unserer Feuerwehr werden zur Amtshilfe gerufen. Für unser taktisch richtiges Verhalten wird unsere Löschgruppe von der Abteilung Feuerwehr Bernau belobigt.


19. 09. Zwischen uns und dem VEB KIB soll ein Kooperationsvertrag abgeschlossen werden.


19. 12. Ein neues Brandschutzgesetz der DDR tritt in Kraft.


1975


25. 09. Kamerad Schiller bringt vom KfZ Appell die Note 1 mit.


14. 11. Mit dem KIB wurde vereinbart, dass sich bei Alarm am Tage, die Betriebswehr am Gerätehaus einfindet und je nach Bedarf mit uns zu den Einsätzen ausrückt. Ein toller Erfolg.


1976


13. 01. Eine Parteigruppe steht endlich. Die Kameraden Wollmirstädt, Büttner und Taubenheim sind die drei Mitglieder darin. Das Diensthabende System wird eingeführt. 09. 04. Im Gemeindehaushaltsplan sind für die Freiwillige Feuerwehr für Bekleidung 2.500,00 Mark eingeplant.


13. 08. Neue Uniformen sind eingetroffen.


11. 12. Eine havarierte, polnische Schubeinheit hat in Marienwerder festgemacht. Wir werden zur Hilfeleistung gerufen. Als Dank werden wir von einem Besatzungsmitglied, nach reichlich Alkoholgenuss, als Faschisten beleidigt. Die Polnische Botschaft in Berlin hat sich dafür entschuldigt.


12. 12. Der 82-jährige Brandmeister August Reddant ist verstorben. Er war 54 Jahre Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr.


1977


11. 01. Die Patenklasse überreicht einen Pokal und für jeden Kameraden Blümchen. Kamerad Brandmeister Kurt Fischer, Mitglied der Feuerwehr seit 1924 und von 1945 -1968 Wehrleiter, ist nach 53 Dienstjahren, im Alter von 73 Jahren verstorben.

 

13. 02. Holzstallbrand Berliner Str. 14. Durch ein Loch in der Giebelwand vom
Nachbar aus angesteckt.


11. 03. Zehn Gerätehausschlüssel werden an zuverlässige Kameraden ausgegeben.


13. 05. Ein Fahrzeugnotdienst tritt in Kraft. Bei Ausfall der Einsatzfahrzeuge werden die im Ort ansässigen Fuhrbetriebe mit ihren Fahrzeugen verpflichtet.
Das sind: LPG, Herbert Ziebarth, Klaus Matthies und Josef Jaworski.


08.07. Badeunfall in Ruhlsdorf im Kiessee. Wir müssen rüber und helfen.


10. 08. Badeunfall in Groß Schönebeck. Eine Frau ist im Weißen See ertrunken.
Der Patenschaftsvertrag mit unseren Kindern wird aufgelöst. Zum Abschied
soll ein Lagerfeuer mit Belustigungen sowie Essen und Trinken an der Bauholztränke durchgeführt werden. Das Lagerfeuer fällt wegen Regen aus. Die
Feier findet auf dem Rohbau bei Gerd Markgraf statt. Kamerad Günter Hoffmann wird Wehrleiter der Betriebswehr im KIB.


1978


14. 04. In Vorbereitung des 30. Jahrestages der DDR werden erstmalig die "30 Guten Taten" erwähnt. Von den 30 Guten Taten wurden 18 zur Verpflichtung
von uns übernommen.


29. 04. Wir nehmen an der 75-Jahrfeier der FFw Groß Schönebeck teil.
Mit zwei Atemschutzgeräte-Trägern beteiligen wir uns an den Übungen.
Zum 1. Mai bekommen die Tore vom Gerätehaus und die Schaukästen einen
neuen Anstrich.


12. 05. Es gibt Streit mit dem Rat des Kreises Bernau, weil wir ein bereits abgeschriebenes Fahrzeug wieder flott gekriegt haben. Es gibt einen Kompromiss: Die Treibstoff- und Erhaltungskosten muss die Gemeinde selbst tragen.


11. 08. Eine Delegation unserer Wehr fährt zur Beisetzung des ehemaligen ABV und Ehrenmitgliedes Josef Kania nach Klosterfelde.


21. 08. Scheunenbrand in Groß Schönebeck.


24. 10. Brand in der Liebenwalder Str. 13 beim Kameraden Wolmirstedt. (Beim
Äpfel runterholen, Kerze in der Bodenkammer vergessen, Kinderhand)
01. 11. Die Änderung der Direktive 33/77 tritt in Kraft. Sie regelt die Dienstdurchführung in den Freiwilligen Feuerwehren. 43


10. 11. In der Wohnung des Kameraden Manfred Klausing brennt die Couch. Eine Zigarette war schuld. Kamerad und Nachbar Heinz Berg verletzt sich leicht
bei der ersten Hilfeleistung. Die Ausrüstung für den technischen Zug ist eingetroffen. Zugführer wird Kamerad Busse. Der Technische Zug ist Bestandteil des 53. Brandschutzzuges und untersteht der Bezirksbehörde der Volkspolizei Abteilung Feuerwehr.


08. 12. Der Titel "Vorbildliche Feuerwehr" wird angestrebt. Allen Offizieren der
Freiwilligen Feuerwehren wird bekannt gegeben, dass sie sich ab sofort,
rund um die Uhr, im Dienst befinden.


1979


12. 10. Zum 30. Jahrestag der DDR bekommen wir von der Gemeinde eine Prämie von 200.00 Mark. Die Einsätze beim Brückenbau über den Oder- Havel-
Kanal an der 109 erbrachten 1.179,00 Mark.


1980


14. 03. Todesfall durch Rauchvergiftung. Frau Ney, Berliner Str. 14, bei einem kleinen Wohnungsbrand durch Kohlenmonoxid-Vergiftung verstorben.

 

11. 04. Die Gemeinde hat für die 75-Jahrfeier der Feuerwehr 300,00 Mark in Aussicht gestellt. Als Gegenleistung sollen wir einen Drahtzaun um das Schulgelände errichten.


29. 04. Unsere Soldaten Nils Krohm und Wolfgang Hoffmann erhalten eine Einladung zur 75-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr.


10. 05. Auf den Feuerwehrplatz feiern wir unser 75-jähriges Bestehen. Der Titel
"Vorbildliche Feuerwehr” wird uns zuerkannt. Den Ausschank führt Kamerad
Otto Bading jun. Den Grill bedient das Personal der Konsum Fleischverkaufsstelle. Für die Musik ist der Dorfclub verantwortlich.
Auszug aus dem Ablauf: um 13.00 Uhr beginnt der Umzug ab 19.00 Uhr beginnt der Tanz in der HO Gaststätte unter der Leitung eines Tanzorchesters aus der CSSR. Die Kapelle kostete die Gemeinde rund 2.000,00 Mark.


11. 07. Alles zum Wohle des Volkes. Ein Wettbewerbsaufruf von der FFw Klosterfelde, anlässlich des X. Parteitages, erschallt durch den ganzen Kreis Bernau.


08. 08. Badeunfall im Kiessee, Ruhlsdorf. Ein Junge wird gesucht. Wegen der Tiefe konnten wir nichts ausrichten. Taucher wurden angefordert.


1981


13. 04. Kamerad Fritz de la Barre verlässt die Wirkungsbereichsleitung und wird
Wehrleiter, Kamerad Julius Olbricht wird Stellvertreter für VB. Kamerad
Richard Pankratz wegen Krankheit aus der Wehrleitung ausgeschieden.


31. 03. Eine Brandschutzvereinbarung zwischen der Försterei Zerpenschleuse (Förster Zander) und der FFw tritt in Kraft und soll jährlich erneuert werden.


15. 09. Hilfeleistung bei der Fahndung nach dem kriminellen Dietrich. Dieser war mit Walter Piochs Trabant längst in Richtung Thüringen unterwegs.


11. 12. Unsere Versammlung hat Besuch. 2 Genossen vom Rat des Kreises sind erschienen und erzählen uns etwas vom Treffen Erich Honeckers mit Bundeskanzler Helmut Schmidt und über die betrübliche Lage in Polen.


1982


08. 01. 1.080 Aufbaustunden wurden 1981 abgerechnet. Bürgermeisterin Mundt überbringt eine Geldprämie.Der neue ABV, Genosse Kühnke aus Groß Schönebeck, stellt sich vor. Kamerad Erwin Krohm wird neuer Pressesprecher.

 

14. 05. Für gute Leistungen im NAW erhalten wir von der Gemeinde 500,00 Mark. 12 neue Uniformen, Helme und Masken werden aus Bernau abgeholt.


06. 07. Für die Aus- und Weiterbildung werden uns vom Rat des Kreises Bernau 15. Liter Vergaserkraftstoff, eine KfZ Decke und ein C Schlauch zur Verfügung gestellt.


16. 08. Kamerad Manfred Kuntke ist wegen seiner Zugehörigkeit zur Kampfgruppe nicht mehr Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse.


1983


07. 03. Holzwohnhaus Lehmann, Eberswalder Weg, bis auf die Grundmauern abgebrannt. Ursache: Funkenflug vom Futterdämpfer, der im Freien, unmittelbar am Wohnhaus stand. Frau Erika Schatz hat über den DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschland) eine Sammelaktion organisiert. Eine beachtliche Geld- und Sachspende konnte der geschädigten Familie übergeben werden.


11. 03. Der technische Zug ist wieder aufgelöst worden.


08. 07. Auf der Fahrt zu einem Getreideflächenbrand erleidet unser Löschfahrzeug einen Wasserpumpenschaden. Die Firma Matthies hilft, wiedermal aus. Für die Löscharbeiten erhalten wir von der LPG Leitung ein Dankschreiben.

 

01. 08. Wir leisten Löschhilfe beim Scheunenbrand in Groß Schönebeck.


12. 08. Suche nach einer verwirrten alten Frau. Am nächsten Tag wird sie lebend im Wald gefunden.


14. 10. Beim KfZ-Appell bekommen wir wieder die Note" sehr gut".
Strohmietenbrand in Marienwerder, es wurde eine lange Nacht.


25. 10. Eine von der Abteilung Feuerwehr ausgelöste stille Alarmierung wurde mit “sehr gut” bewertet.


1984


13. 01. Unsere Bürgermeisterin Frau Mundt geht in Rente, verabschiedet sich und stellt den neuen Bürgermeister, Herrn Siegfried Jahn vor. In unserer Wehr kränkelt seit längerer Zeit der MTW K 30, es wird nicht mehr gestattet das Fahrzeug wieder aufzupäppeln. Der Rat des Kreises sagt endgültig nein. Es wird verschrottet. Alle Kameraden sind enttäuscht.


20. 06. Zum Brand im Holzverarbeitungswerk Klosterfelde werden auch unsere
Kameraden gerufen, um die Löscharbeiten zu unterstützen.


10. 08. Die Vorbereitungen zum 300-jährigen Bestehen unserer Gemeinde Zerpenschleuse laufen auf Hochtouren. Einige Kameraden gehören dem Festkomitee
an.


16. 10. Scheunenbrand bei Fritz Seeger in Ruhlsdorf. Der Brand entstand
durch Kinderhand.


09. 11. Einige Straßen in unserem Ort erhalten ein zentrales Wassernetz. Die Feuerwehr muss sich mit den Unterflurhydranten vertraut machen.


1985


04. 05. Der 80. Jahrestag unserer Frewilligen Feuerwehr wird auf dem Platz vor dem.Depot feierlich begangen. Kamerad Schiller zog mit seinem Traktor
(Eigenbau) die Oma durch unsere Nebenstraßen. Der Titel "Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr" wird erfolgreich verteidigt. Kamerad Fritz de la Barre erhält die Goldmedaille für 30-jährige Treue Dienste. Kamerad Lothar Klausing wird zum Oberfeuerwehrmann befördert und Kamerad Bruno Busse wird zum Hauptbrandinspektor ernannt. Abends ist Tanz im Kulturhaus, dafür besorgte Kamerad Schiller die Kapelle.

 

1986


11. 04. Der XI. Parteitag der SED steht bevor. Zu dieser Zeit herrscht Sirenensperre, Alarmierungen haben still zu erfolgen.


12. 04. Der Wald, entlang der F 109, soll aufgeräumt werden. Anfrage der Forstverwaltung Groß Schönebeck an uns, ob wir uns am Subotnik beteiligen werden. Ein Teil soll vergütet werden, die Stunde mit 3 Mark. Wir leisten insgesamt 420 Stunden. Der Förster Krause hat uns dabei ganz schön übers Ohr gehauen. Seine Aufzeichnungen stimmten mit unseren nicht überein. Als
Ausgleich bekommen wir von der Gemeinde 300,00 Mark.


26. 07. Anlässlich der 175-Jahrfeier der Gemeinde Klandorf wird ein WB Ausscheid ausgetragen. Die Pokale dafür stiftet Bürgermeister Gläsel aus Groß Schönebeck.


10. 10. Bei einigen Kameraden gibt es Wohnungsprobleme. Der Wehrleiter will versuchen, etwas bei der Wohnungskommission zu erreichen.


12. 10. Zum Jahrestag der DDR bekommen wir von der Gemeinde 150,- Mark.
Kamerad Olbricht tritt als stellv. Wehrleiter zurück, sein Nachfolger wird
Kamerad Nils Krohm.


1987


10. 04. Die Versammlung muss unterbrochen werden, nebenan bei Wolfgang Jaede brennt der Hühnerstall.


08. 05. Die Feuerwehr des KIB feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Kamerad Günter
Hoffmann gibt die Funktion als Betriebswehrleiter ab. Sein Nachfolger wird Lothar Klausing.


14. 08. Auf Antrag, beim Rat des Kreises Bernau, zwecks Anbau oder Rekonstruktion unseres Gerätehauses, wurde uns mitgeteilt, dass ein Neubau bis 1995 angfristig geplant ist.


1988


08. 01. Genosse Günter Kilian aus Ruhlsdorf stellt sich als neuer Bürgermeister vonZerpenschleuse vor.

 

11. 03. Kamerad Unterbrandmeister Karl Bading nach 47 jähriger Mitgliedschaft im Alter von 78 Jahren verstorben.


1989


10. 02. Aus Bernau können wieder einige Uniformen abgeholt werden.


15. 04. Kamerad Fritz de la Barre tritt aus gesundheitlichen Gründen als Wehrleiter zurück. Neuer Wehrleiter wird Kamerad Nils Krohm.


1990


12 01. Fred Ockruck wird neuer Bürgermeister in Zerpenschleuse.
Der Umbau des Gerätehauses wird scheinbar Realität, der Bürgermeister will
sich schon um einen Projektanten bemühen. Genosse Fahrendholz von der Abteilung Feuerwehr Bernau berichtet, dass sich 1990 gewaltige Veränderungen in den Freiwilligen Wehren vollziehen werden.  Ein Wandel in den Wehren ist zu spüren. Die Wehrleitung will sich von allen Bummelanten trennen und nur noch mit zuverlässigen Kameraden arbeiten.


15. 02. Ein Nebengebäude am Schloß in Groß Schönebeck brennt nieder. Wir werden zur Unterstützung gerufen, konnten aber auch nichts mehr ausrichten.
30. 03. Die Gründung des Kreisfeuerwehr-Verbandes steht bevor. Wir diskutieren über Möglichkeiten des Beitritts, Sinn und Zweck des Verbandes, Finanzierung sowie über Rechte und Pflichten.


03. 10. Die Betriebsfeuerwehr des KIB wird aufgelöst.


1991


18. 01. Es wurde entschieden, unsere künftigen Versammlungen im Cafe "Paschas Eiscafe" durchzuführen. Eine Abordnung mit den Kameraden Peter Langer und Nils Krohm verabschieden sich mit einem Präsent von Frau Bading, unserer langjährigen Gastgeberin. Sie ist verständlicherweise enttäuscht, das wir nach jahrzehntelanger Treue einfach wegbleiben.


12. 04. Die Satzung des neu gegründeten Feuerwehrverbandes tritt in Kraft. Zur Delegiertenversammlung in Bernau fahren die Kameraden: Harald Matthies, Thomas de la Barre und Sylvia Klausing. Für laufende Kosten im Jahr bekommt die FF von der Gemeinde 1000 DM.

 

1992


10. 01. Die Gründung einer Jugendfeuerwehr wird erstmals in Erwägung gezogen.


13. 03. Kamerad Otto Bading sen., er war 60 Jahre Mitglied in der Freiwilligen
Feuerwehr, ist im Alter von 81 Jahren verstorben.


14. 08. Alfred Buhe (SPD) wird neuer Bürgermeister in Zerpenschleuse.


04. 12. Neue Richtlinien zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehren im Land
Brandenburg treten in Kraft.


1993


08. 01. Enorme Umbau- und Instandsetzungsarbeiten am Gerätehaus der Feuerwehr werden uns versprochen.


1994


03. 06. Kamerad Julius Olbricht, liebevoll Jule genannt, ist im Alter von 69 Jahren verstorben. Der langjährig auch als Wehrleiter aktive Kamerad war 37 Jahre Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse.


10. 10. Wir eilen nach Klandorf, wo eine Strohmiete brennt und leisten Löschhilfe.


1995


27. 07. Einsatz beim Wald-, Getreidefeld- und Strohmietenbrand in Klandorf.


02. 08. Getreidefeldbrand an der B 167, Nähe Lehmann, vor den Bahnschienen. Herr Gottschalk, Chef der SAG, dankt uns und spendiert 50,00 Mark.


11. 08. Der Neubau eines Gerätehauses wird Realität. Es soll ein gemeinsames Gebäude mit einer Rettungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes werden.


1996


15. 02. Kamerad Bruno Busse tritt als Amtsbrandmeister, aus beruflichen Gründen, zurück. Neuer Amtsbrandmeister wird Kamerad Martin Wolf aus Klandorf.


01. 04. Großbrand auf dem Truck-Service-Gelände an der Tankstelle in der Prenzlauer Straße. Ein Lagergebäude, überwiegend mit chemischen Produkten und auch einigen Öltanks bestückt, brennt vollkommen nieder. Zur Löschhilfe
wurden 16 Freiwillige Feuerwehren aus der ganzen Umgebung angefordert.
Das Löschwasser musste teilweise aus dem Finowkanal, ca. 500 Meter entfernt,
gefördert werden. Die Lösch- und Aufräumarbeiten dauerten 2 Tage.

 

10. 05. Unser Gerätehaus erhält eine Wasserleitung, ein Handwaschbecken und ein WC. Nach 91-jähriger Nutzung als Gerätehaus eine große Errungenschaft.


31. 05. Ein großer Tag, die Kameraden Niels Krohm, Karl-Heinz Bornstein, Dieter Schalo und Hans-Joachim Matz fahren nach Görlitz und holen uns ein neuesLöschfahrzeug, Mercedes TSF-W.


01. 07. Die neue Leitstelle in Eberswalde nimmt ihren Betrieb auf.


02. 11. Heute ist ein historischer Tag. Die Feuerwehr zieht mit Sack und Pack aus. Nach 91 jähriger Nutzung, räumen wir das alte Gerätehaus, da hier für unsere neue Technik nicht mehr genug Platz ist. In den Truck-Service-Garagen
finden wir, für 1.000,- DM Monatsmiete, eine vorübergehende Bleibe.


1997


10. 01. Zuschüsse für die Wehren im Amt Groß Schönebeck werden auf 50,00 DM je Kamerad festgelegt. Gründung der Jugendfeuerwehr. Unter Leitung der Kameraden Jörg Schalo und Karl- Heinz Bornstein wird die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse gegründet. Die ersten Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind Andre Bornstein (12 Jahre), Michael Bornstein (12 Jahre), Alexander Hanke (9 Jahre), Mario Lenz (11 Jahre), Christian Schalo (12 Jahre) sowie die Mädchen: Carolin Schalo (9 Jahre), Nadine Kieprowski (8 Jahre) und Ulrike Bähn (9 Jahre).


14. 02. Die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr dankt dem Fuhrunternehmer Gerd Ziebarth. Er unterstützte uns bei der Instandsetzung des TLF 16. Die Planungskosten für die Projektierung eines neuen Gerätehauses, 50.000
DM, werden bewilligt.


09. 05. Die Freiwillige Feuerwehr Zerpenschleuse richtet den 1. Amtsfeuerwehrtag aus. Der Festplatz ist auf der Wiese am Kindergarten. Auf dieser Veranstaltung hat sich unsere gerade neu formierte Jugendfeuerwehr wacker geschlagen und ihre Kräfte unter anderem mit den Schönebekkern
gemessen.


11. 07. Für die Rekonstruktion der Kirche sollen aus der Ruine auf dem ehemaligenHof der LPG Ziegel gewonnen werden. Die Kameraden der Feuerwehr sind aufgerufen, ebenfalls an dieser Aktion teilzunehmen.
Erfreuliche Mitteilung von der Amtsausschußsitzung am 19.06. 1997: Der Kreistag hat für 1999 und 2000 je 400.000,- DM für den Bau eines neuen Gerätehauses beschlossen.

 

08. 08. Erstmals wurden Kameraden persönlich für die Einsatzbereitschaft unserer Fahrzeuge verantwortlich gemacht: TLF 16: Kamerad D. Schalo,
TSF W: Kamerad F. Adam, KLF B1000: Kamerad Jörg Schalo. Das Amt hat ein Schlauchboot angeschafft und in Ruhlsdorf stationiert.


26. 08. Zugunglück zwischen Klosterfelde und Zerpenschleuse. Zwei Personenzüge prallen aufeinander. Der Zugführer aus Richtung Zerpenschleuse kommend, konnte die Fahrgäste durch lautes Zurufen noch warnen. Der Zug aus Berlin raste ohne zu halten, durch den Bahnhof Klosterfelde. Der Bahnhofsvorsteher konnte nur zusehen. Ein Zusammenprall konnte nicht mehr verhindert werden. Es gab keine Verletzten. Der Zug aus Klosterfelde hatte keine Fahrgäste an Bord. Da nur Schrott zu bergen war, brauchte die Feuerwehr nicht mehr eingreifen. Das Technische Hilfswerk war schon an der Unglücksstelle.


12. 09. Die Eigenanteile der Gemeinden, beim Bau von Gerätehäusern, werden mit 30 Prozent festgelegt.


03. 12. Unser TSF W wurde jetzt mit Schneid- und Spreizgerät ausgerüstet. Ein gebrauchtes Gerät von der Freiwilligen Feuerwehr Groß Schönebeck war für uns gut genug.

 

12. 12. Unsere Kameraden Dieter Schalo und Thomas de la Barre kandidieren als Abgeordnete für die Gemeindevertretung.


1998


22. 01. Wohnungsbrand in Groß Schönebeck, Sarnow. Im Erdgeschoß eines Mehrfamilienhauses brennt die Wohnung völlig aus. Die Wohnung im ersten
Obergeschoß musste evakuiert werden. Ursache war eine brennende Kerze.
Bürgermeister Alfred Buhe macht uns Hoffnung, er meint, unser 95-jähriges Bestehen werden wir im neuen Gerätehaus feiern können. Dazu sagte unsere Amtsdirektorin Frau Frisch während einer Veranstaltung: Die Planung eines neuen Gerätehauses ist nicht mehr gefährdet.


18. 02. Das Büro der Tischlerei Fahrendholz in Marienwerder brennt. Die Feuerwehr Zerpenschleuse wird zur Löschhilfe, durch die Leitstelle Eberswalde
angefordert. Wir finden eine chaotische Brandstelle vor. Die Kameraden Nils
Krohm und Bruno Busse übernehmen die Einsatzleitung. Für unser umsichtiges
Handeln überreicht uns Tischlermeister Fahrendholz eine Anerkennungsprämie
von 150.00 Mark. Brandursache: Vermutlich Brandstiftung.


26. 02. Unsere Jugendgruppe wird im Deutschen Feuerwehrverband e.V. mit Sitz in Bonn aufgenommen.


13. 03. Erster Kontakt zum Projektierungsbüro, Frau Riehmer, wurde aufgenommen, um im Voraus schon vermeintliche Probleme auszuschließen.


17. 04. Kamerad Thomas de la Barre legt sein Amt als stellv. Wehrführer nieder. Sein Nachfolger wird Kamerad Dieter Schalo. Der Kreisbrandmeister Grünberg legt fest, dass für unser neu entstehendes Gerätehaus 3 Stellplätze zu planen sind. Die FF hat sich aus eigenen Mitteln ein Rettungsboot zugelegt.
Die Jugendfeuerwehr bekommt ihren eigenen TS A. 25.06. Als Ausgleich für unser KLF B 1000 erhalten wir von der Amtsgemeinde Groß Schönebeck von der Freiwilligen Feuerwehr Joachimsthal, für ganze 2.500 DM, ein LF 16 W 50. Dieses Löschfahrzeug wird für unsere Jugendfeuerwehr genutzt. Die Bestückung des Fahrzeuges hat die Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck übernommen. Eine schöne Geste.


07. 08. Die Groß Schönebecker Kameraden feiern Richtfest. So etwas lassen wir uns nicht entgehen. Eine starke Abordnung aus Zerpenschleuse fährt rüber und
überbringt die besten Glückwünsche.

 

09. 10. Michael Myliss,(CDU), ein Berliner, der inzwischen in Zerpenschleuse Fuß gefasst hat, wird unser neuer Bürgermeister.


1999


22. 02. Die Jugendordnung des Deutschen Feuerwehrverbandes tritt für die Jugendfeuerwehr Zerpenschleuse ab heute in Kraft.


12. 03. Die finanziellen Mittel für den Neubau unseres Gerätehauses sind endgültig vom Kreistag bewilligt worden.


22. 04. Die Abrißarbeiten des alten Gerätehauses beginnen.


09. 04. Das Amt Groß Schönebeck übernimmt die Kosten für eine Zeckenschutzimpfung unserer einsatzfähigen Kameraden. Kamerad Jörg Schalo legt das Amt als Jugendwart nieder. Neuer Jugendwart wird Kamerad Karl-Heinz Bornstein.


07. 07. Erste Baubesprechung für das neue Gerätehaus. Daran nehmen Nils Krohm, Helmut Schiller, Dieter Schalo, die Architektin Ursula Rühmer und Vertreter der Amtsgemeinde Groß Schönebeck teil. Unser Bauaktiv entschied, dass die Tore und Fenster rot und nicht blau auszuführen sind.


08. 05. Der 2. Amtsfeuerwehrtag wird in Klandorf durchgeführt.


02. 08. Grundsteinlegung unseres neuen Feuerwehr-Gerätehauses. Amtsdirektorin Cornelia Frisch nimmt den festlichen Akt vor. Die Bürgermeister des Amtes Groß Schönebeck, zahlreiche Kameraden der benachbarten Feuerwehren sowie weitere Gäste und Einwohner waren anwesend.


12. 08. Auf dem Truck-Service-Gelände am Bahnhof brennt ein Bauwagen ab.


10. 09. Die Sirene auf der ehemaligen Ambulanz wird abgebaut. Kamerad Helmut Schiller wird sie generalüberholen, um sie für die Installation auf unserem Neubau parat zu haben. Der Neubau unseres Gerätehauses macht Fortschritte und geht zügig voran. Schon ist die zweite Decke drin und der Dachstuhl kann gerichtet werden.


25. 09. Wir werden zum Bahnhof gerufen. Die Museumslok aus Basdorf hat Wasser verloren. Mit unserem TSF-W kann der Lok schnell geholfen werden.


27. 09. Richtfest für unser neues Domizil, was für ein großer Tag. Viele sind gekommen, wie immer, wenn bei der Feuerwehr gefeiert wird. Kameraden aus allen Amtsgemeinden, Bürgermeister, natürlich am Bau beteiligte Handwerker,der Kreisbrandmeister Gerhard Grünberg sowie Kameraden vom Kreisfeuerwehrverband und zahlreiche Bürger aus unserem Ort sind dabei.

 

27. 12. Die Garagen des neuen Gerätehauses sind bis auf Kleinigkeiten fertig. Wir ziehen mit der Technik ein. Für unsere Kücheneinrichtung bekommen wir
preisgünstig von der Britischen Botschaft in Berlin einen Elektroherd und
eine Spüle für 800,00 DM. Die Kippbratpfanne stand im ehemaligen Kindergarten in Groß Schönebeck. Otto Schulz aus Groß Schönbebeck schenkte
uns seine gut erhaltene Schrankwand. Stühle und Tische waren ehemaliges
Gemeindeeigentum und standen im Saal des Schleusenkrugs. Die Winde im
Turm, für den Schlauchaufzug, baute Kamerad Schiller. Wegen dem Wappen
der Gemeinde gab es Probleme mit der Amtsdirektorin Frau Frisch, weil es
nicht bestätigt sei, wir warteten bis sie zurücktrat und es keine Schwierigkeiten
mehr gab.


31. 12. Sitzbereitschaft und Sylvesterfeier im neuen Gerätehaus. Der Grund dafür war, dass die gesamte Welt einen Computerzusammenbruch um 00.00 Uhr befürchtete. Das bedeutet, dass nichts mehr gehen würde. Kein Strom, kein Wasser, keine Alarmierung usw. So sollte wenigstens die Feuerwehr einsatzbereit sein. Alle waren enttäuscht, das nichts passierte. Solidarisch zeigte sich der Bürgermeister mit seiner Familie und setzte sich zu den Kameraden, die selbstverständlich auch ihre Kameradinnen bei sich hatten. Den Sekt zum Anstoßen spendierte unsere Amtsdirektorin Frau Frisch.


2000


09. 06. Gardinenkauf steht an. Kamerad Nils Krohm, Dieter Schalo, Silvia Klausing und Frau Mißling, sie wird die Gardinen nähen, fahren zum Rollermarkt nach Finowfurt, dort soll es preisgünstige Gardinen geben.


14. 07. Das Festkomitee für die Einweihung unseres Gerätehauses wird gegründet. Darin sind die Kameraden Helga Matthies, Ilse Hoffmann, Monika Krohm, Simone, Dieter, und Jörg Schalo, Helmut Schiller und Silvio Salvat.


01. 09. Feierliche und öffentliche Einweihung unseres neuen Feuerwehrgebäudes.

 

Viele sind gekommen, Verwaltung, Wirtschaft und beteiligte Baubetriebe.
Der Kreisbrandmeister, Kreisfeuerwehrverband, Gastfeuerwehren, Vertreter
von Vereinen und viele mehr sind dabei. Die Firma B. Itschek lieferte eine
komplette Kücheneinrichtung mit Mikrowelle, Kühl- und Gefrierschrank,
Geschirrspüler und dergleichen nur für den Einkaufspreis von 7.967,63 DM.
Für das leibliche Wohl spendiert uns die SAG Schorfheide, Herr Gottschalk,
einen Mastbullen. Unser Kamerad Thomas de la Barre besorgte 1 ½ Faß Bier
(Der Sponsor möchte nicht genannt werden). Auch unsere AmtsdirektorinFrau Frisch reichte ein Faß Bier rüber. Von den am Bau beteiligten Firmen
wurden insgesamt 950,00 DM gespendet. Zudem brachte der Verkauf eines
alten W 50 zusätzlich 200 DM. Märkische Oderzeitung und Märkischer Sonntag, waren auch da, man konnte es nachlesen. Während der Feier wurde das Jungfeuerwehrmädchen, Sarah Neumann (10 Jahre) für ihre Rettungstat ausgezeichnet. Sie hatte gesehen, wie ein Kleinkind auf dem Nachbargrundstück in den Gartenteich fiel. Ohne zu zögern, kletterte sie durch den Zaun und zog das Kind aus dem Wasser. Die Jugend zeigte unseren Gästen was sie bisher gelernt hat, sie baute eine Wasserversorgung über lange Wegstrecke auf und erntete großen Beifall. Für unsere Nachwelt bannte Kamerad Busse den kompletten Abend auf Kassette. Nur leider gibt es keine Fotos von diesem großen Ereignis.

 

09. 09. Unser Nachwuchs, die Jugendfeuerwehr macht eine Besichtigungsfahrt zur Flughafenfeuerwehr Berlin-Schönefeld.


10. 11. Die Baumaterialien für den Dachgeschossausbau sind eingetroffen. Sie wurden für den Einkaufspreis von der ortsansässigen Baufirma Ulrich Zurth geliefert. Um Kosten zu sparen sind die Dachausbauarbeiten von unseren
Kameraden in Eigenleistung durchzuführen. Dafür haben wir auch volles
Verständnis. Fachmännische Unterstützung fanden wir bei vielen Bürgern. Ronny Fischer übernahm Spachtelarbeiten, Rainer Klose kennt sich gut mit
Putzarbeiten aus, für das fachgerechte Malern waren Andre Ehrentreich und
Axel Schiller zuständig.


29. 12. Rettung eines Anglers. Auf dem Kleinen Lottschesee ist der Angler Erich
Schulz aus Klosterfelde im Eis eingebrochen. Der Angler war schon durch einem anderen Bürger, der mit einem Kahn übers Eis rutschte, gerettet worden. Jetzt brach der Kahn ein und beide saßen im Eis fest. Nun war die Feuerwehr aus Zerpenschleuse gefragt. Kamerad Karl Heinz Bornstein warf die Fangleine aus und alle zogen den Kahn ans Ufer. Der Angler konnte dem Rettungsdienst übergeben werden. Es sollte bestimmt Fisch aus dem Lottschesee zu Silvester geben.


2001


28. 02. Abnahme des neuen Gerätehauses durch den Kreisbrandmeister Grünberg, den Ordnungsamtleiter, den stellv. Amtswehrführer und durch Willi Prenzlau als Beauftragten für Technik beim Kreisamt.


06.04. Um 19.32 Uhr eröffnete der Wehrleiter Nils Krohm die Mitgliederversammlung, gab bekannt, dass er die Leitung der FF Zerpenschleuse niederlegt und seinen Austritt aus der Wehr erklärt. Er übergab das Wort an den stellv. Wehrleiter Dieter Schalo, erhob sich und verließ das Haus. Mit ihm seine Ehefrau Monika Krohm sowie Kamerad Olaf Schenk, unser Jugendwart, und auch dessen Ehefrau Gundula Schenk.

 

21. 04. Die Satzung des Kreisfeuerwehr-Verbandes vom 28.03.1996 entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Laut Amtsgerichtsaufforderung muß nun eine neue Satzung beschlossen werden.


09. 05. Die Scheune bei Stein in Klosterfelde, in der Hauptstraße, brennt. Nichts ist mehr zu machen. Wie sagt der Fachmann? Kontrolliert abbrennen lassen.


11. 05. Wahl eines neuen Wehrleiters. In Anwesenheit unseres Bürgermeisters
Michael Myliss, dem Amtsbrandmeister Martin Wolf und seinem Stellvertreter
Jürgen Bohm soll ein neuer Ortswehrführer gewählt werden. Der Amtsbrandmeister übernahm die Wahlleitung. Von den anwesenden Kameraden wurden vorgeschlagen: Thomas de la Barre, Bruno Busse und Dieter Schalo. Thomas de la Barre und Bruno Busse lehnten eine Kandidatur ab. Somit war der Kamerad Schalo alleiniger Kandidat. Die Wahl wurde in geheimer Abstimmung durchgeführt. Von 21 wahlberechtigten Kameraden stimmten 16 mit “JA”. Keiner stimmte mit “NEIN”. Ungültig war 1 Stimme und 4 enthielten sich der Stimme. Kamerad Dieter Schalo nahm die Wahl an. Als stellvertretender Ortswehrführer wird Silvio Salvat gewählt. Der Amtsbrandmeister gratuliert dem neuen Ortswehrführer und seinem Stellvertreter. Gleichzeitig übernahm Karl-Heinz Bornstein den
Vorsitz für die Jugendarbeit.

 

08. 06. Fahnenweihe und Gerätehauseinweihung in Marienwerder. Wir bekamen
eine Einladung und fuhren mit zwei Fahrzeugen rüber. Kamerad Fred Adam unterstützt ab heute den Kameraden K.- H. Bornstein bei der Arbeit mit der Jugendfeuerwehr.


09. 07. Gemäß § 13a des Wehrpflichtgesetzes und § 14 des Zivildienstgesetzes wird der Kamerad Norman Salvat vom Wehrdienst freigestellt, wird aber für die
Dauer von 7 Jahren für den Dienst in der FF Zerpenschleuse verpflichtet.


08. 09. Kreis-Waldbrandübung in Groß Schönebeck im Waldgebiet Schorfheide.
Nach Meinung unserer teilnehmenden Feuerwehrkameraden eine Pleite. Von
uns wurde nur das TLF 16 angefordert, kam aber nicht zum Einsatz.


12.10. Für unser Rettungsboot wurde ein Außenbordmotor angeschafft.


05. 10. Paul Fahrendholz aus Ruhlsdorf findet einen verdächtigen Brief. Die Feuerwehr sichert die Fundstelle und leitet den Verkehr über Sophienstädt um.
Eigentlich ein Fehlalarm. Zur Zeit geht die Angst um, das durch Terroristen
giftige Chemikalien verbreitet werden. Die Angst kommt aus den USA.


2002


08. 01. Verkehrsunfall an der Lottscher Brücke. Das Lieferfahrzeug eines Gastwirts aus Klosterfelde kommt bei Eisglätte von der Fahrbahn ab, rast die Böschung neben der Brücke herunter und bricht in der Mitte des zugefrorenen Kanals ein. Der schwer verletzte Fahrer wurde gerettet. Aufmerksame Bürger warfen ein Seil zum Verunglückten und zogen ihn vom Eis. Das Fahrzeug brach
ein und versank im Eis. Ein Taucher von der Wasserwirtschaft wurde angefordert. Auf der Brücke wurde ein schwerer Kran stationiert, der das Fahrzeug barg. Die Feuerwehr war mit dem Rettungsboot im Einsatz. Der verunglückte Fahrer sitzt seitdem im Rollstuhl. Ordnungsamtleiter Herr Lukat versprach uns, in Anwesenheit des Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes für das Jahr 2003 ein neues Tanklöschfahrzeug.


09. 03. Ab sofort ist unsere Feuerwehr mit der Leitstelle in Eberswalde mittels eines Faxgerätes verbunden. Bei jeder Alarmierung durch die Leitstelle liegt sofort der schriftliche Ausrückebefehl vor. Eine prima Sache. Die Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck erhält ein neues TLF 16/25. Zur Übergabe sind wir auch eingeladen, das ließen wir uns nicht nehmen und fuhren mit 9 Kameraden rüber.


11. 07. In Wandlitz leisten wir mit unseren Kettensägen Amtshilfe bei der Beseitigung von Sturmschäden. Ein durchziehender Orkan leistete ganze Arbeit undhinterließ ein Chaos. Der Einsatz dauerte 3 Tage. Unsere Kameraden wurden vorwiegend in Wohngebieten eingesetzt, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Folgende Kameraden kamen zum Einsatz: D. Schalo, F. Adam, S. Klausing, S. Salvat, A. Reichert, A. Bornstein, N. Salvat, M. Lenz und Ch. Schalo.


09. 08. Ein Dankeschön erreicht uns von der Amtsverwaltung Groß Schönebeck.
Herr Lukat überreichte uns ein Fernsehgerät nebst Musikanlage. Die Jugend
bekommt von der Schule in Basdorf Tische, Stühle und eine Wandtafel. Unser neues Gerätehaus wurde von der Unfallkasse abgenommen. Ein fehlender Feuerlöscher im Dachgeschoß und ein Tisch im Versammlungsraum wurden beanstandet.


20. 08. Elbehochwasser: Unser Löschfahrzeug TSF-W wird zur Hilfeleistung in der Prignitz eingesetzt. im Einsatz waren die Kameraden N. Salvat, E. Salvat,
Th. de la Barre, M. Itscheck, D. Klausing und D. Schalo.


08. 11. Jedes unserer Löschfahrzeuge ist mit einem Schlüssel für die Waldschranken versehen. Eine längst fällige Maßnahme.


28. 11. Die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges TLF 16/25 nimmt Formen an und Herr Lukat möchte mit den verantwortlichen Kameraden unserer Feuerwehr nach Luckenwalde fahren.

 

2003


01. 01. Der Solidaritätsfond des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg e.V. tritt in Kraft. Der Beitrag beträgt jährlich 0,50 Euro. Antragsberechtigt sind Hinterbliebene in gerader Linie.


11. 04. Zur besseren Alarmierung wurden 18 neue Funkmeldeempfänger übergeben.


02. 05. Die Freiwillige Feuerwehr Groß Schönebeck feiert ihr 100 jähriges Bestehen. Wir nehmen am Festumzug und an den Vorführungen teil.


04. 06. Waldbrand in Eberswalde, Nähe Brandenburger Viertel. So eine riesige Ausdehnung eines Brandes haben wir lange nicht gehabt. Viele Feuerwehren der Region waren im Einsatz. Wir wurden auch angefordert.


21. 06. Zur 100 Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Klosterfelde werden auch wir eingeladen. Eine Abordnung nimmt an Feierlichkeiten und Umzug teil.
Unsere neuen Ärmelabzeichen werden vorgestellt. Vom Aussehen sind alle
begeistert. Die Kosten übernimmt das Amt Groß Schönebeck. Frau Mißling
ist bereit, den Kameraden für ein kleines Entgelt beim Aufnähen zu helfen.


06. 08. Ordnungsamtleiter Herr Lukat, Wehrleiter Dieter Schalo, Kamerad Helmut Schiller und Kamerad Günter Hoffmann fahren nach Luckenwalde zur Firma Rosenbauer, übergeben das Ortswappen von Zerpenschleuse und besprechen noch einige Details für unser neues Löschfahrzeug. Die FF Schönerlinde begeht ihr 100-jähriges Jubiläum. Dieter Schalo und Fred
Adam nehmen an der Festsitzung teil. Am festlichen Umzug nehmen von unserer Wehr zwei Fahrzeuge mit 14 Kameraden teil. Alle waren zufrieden.


26. 09. Vor dem Gerätehaus der Freiwillige Feuerwehr Zerpenschleuse steht eines der modernsten Löschfahrzeuge seiner Art. Ein TLF 16/25 von Rosenbauer.


01. 10. Im Zuge der neuen Gebietsreform im Land Brandenburg wurde die Amtsgemeinde Groß Schönebeck aufgelöst. Die Gemeinde Zerpenschleuse passte nicht mehr nach Groß Schönebeck und auch nicht nach Marienwerder.
Also bettelten wir uns zur Großgemeinde nach Wandlitz durch, hier wurden
wir angeblich herzlich aufgenommen, nun sind wir “Wandlitzer”.


03. 10. Zur öffentlichen, feierlichen Übergabe des neuen TLF 16/25 haben sich zahlreiche Kameraden aus der alten und neuen Amtsgemeinde sowie viel Prominenz eingefunden. Wie üblich, wurde das neue Auto ordentlich begossen.


11. 10. Erstmalig nimmt unsere Ehrenabteilung an der jährlich stattfindenden Veranstaltung in Klosterfelde teil.

 

Aus der Jugendarbeit 2003

 

Erfahrungsaustausch mit der Jugendfeuerwehr
Blumberg und den Jugendfeuerwehren
der neuen Großgemeinde
Wandlitz.
Gemeinsame Weihnachtsfeier mit der
JF Blumberg mit Übernachtung in
unserem neuen Gerätehaus.
3. Platz beim Wissenstest in der Großgemeinde
Wandlitz.
Teilnahme am Ausbildungslager am
Frauensee, gemeinsam mit unseren
Freunden aus Blumberg.

 

2004


13. 02. Unsere Wehr hat zurzeit 36 aktive Kameraden, acht davon sind Frauen.


14. 05. Die notwendige Farbe für die Lackierung eines unserer Löschfahrzeuge stellt die Firma Horst Didßun kostenlos zur Verfügung.


11. 06. Ein PKW kommt von der Fahrbahn ab und fährt, in der Nähe des Waldparkplatzes in Richtung Bahnhof, in den Oder-Havelkanal. Der Fahrer konnte sich selbst retten. Wir konnten nur noch die Unfallstelle sichern. Für alle
Fälle nahmen wir das Rettungsboot mit.


19. 06. In Schönwalde findet für uns der erste Gemeindefeuerwehrtag im neuen Gemeindeverband statt. Eine Abordnung unserer Kameraden sowie unsere Jugendfeuerwehr nehmen daran teil.


20. 08. Ein besonderer Einsatz, in Zerpenschleuse wird ein Fernsehfilm gedreht, die Feuerwehr wird gebeten, den Drehort abzusichern.


04. 09. Wir fahren zur 100-Jahrfeier der Feuerwehr nach Schönwalde.


29. 09. Im Klärwerk Schönerlinde findet eine Übung statt. Die erste gemeinsame Übung der FF Zerpenschleuse mit den anderen Wehren der Amtsgemeinde Wandlitz. Unsere Wehr hat sich wacker geschlagen. Sie war sogar zu schnell vor Ort, der Gemeindewehrführer musste seinen Einsatzplan ändern. Weil wir so schnell waren wie die Feuerwehr, knipste uns die Polizei in Wandlitz. Blieb aber ohne Folgen für den Fahrer.


Aus der Jugendarbeit 2004:


Am 31. Dezember des letzten Jahres zählte unsere Gruppe 14 Mitglieder, die sich in 6 Jungen und 8 Mädchen aufteilen. Teilnahme am Erfahrungsaustausch mit den JF Blumberg und JF Großgemeinde Wandlitz. In Zerpenschleuse findet der Gemeinde-Jugendfeuerwehrtag statt. Es wurde der 3. Platz belegt. Vom 26. 06. bis zum 03. 07. nehmen unsere “Jungen” am Ausbildungslager am Hölzernen See mit den Jugendfeuerwehren aus Blumberg/Ahrensfelde teil.

 

Die Aufarbeitung und Archivierung sämtlicher Unterlagen sowie, die Bearbeitung der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Zerpenschleuse führte Kamerad Bruno Busse, Hauptbrandinspektor und Mitglied der FF Zerpenschleuse seit 04.04.1954, in zweijähriger mühsamer Kleinarbeit durch. Einige der alten Dokumente wurden im original-Schreibweise
der damiligen Zeit wiedergegeben.

 

 

 

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