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Großbrand in der Landwirtschaft

Ruhlsdorf (MOZ) Etwa 1300 Ferkel sind bei einem Brand in einer Schweineaufzuchtanlage in Ruhlsdorf in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag verendet. Menschen wurden nicht verletzt. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen.

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Aufräumarbeiten: Neben der Schweinezuchtanlage stehen Biogasbehälter.

© MOZ/Sergej Scheibe

Es sind erst wenige Stunden vergangen, als Sylvia Krüger, Einsatzleiterin aus Marienwerder, am Sonntagvormittag vor das Grundstück mit der Schweineaufzuchtanlage tritt und sich den Schweiß von der Stirn wischt. So wie auch andere Feuerwehrleute neben ihr, war die Einsatzleiterin die ganze Nacht auf den Beinen. Die Strapazen sind ihr kaum anzumerken. Sie scheint eher erleichtert, dass noch Schlimmeres durch den schnellen Einsatz verhindert werden konnte.

 

"Als die ersten Kameraden eintrafen, brannte die Anlage schon in vollem Ausmaß", sagt Sylvia Krüger. "Das Gebäude zu betreten, war da schon nicht mehr möglich." Durch die Hitze zersprangen bereits die Fenster des brennenden Gebäudes. Und dennoch schafften es die Feuerwehrleute, etliche kleine Ferkel in Sicherheit zu bringen. "Das gelang nur unter Einsatz ihrer Gesundheit. Das verdient alle Anerkennung", sagt Sylvia Krüger. Rund 100 Ferkel konnten so gerettet werden. Die Tiere wurde anschließend in einen anderen Stall gebracht. In ihren ersten Meldungen wurde noch berichtet, dass alle Tiere verendet seien.

Das Feuer war nach Angaben der Polizei gegen 2.35 Uhr ausgebrochen. Anwohner hatten den Rauch bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Die Schreie der kleinen Ferkel seien markerschütternd gewesen, wird berichtet.

Als die ersten Feuerwehren eintrafen, sorgte sie nicht allein das bereits lichterloh brennende Gebäude. Auf dem Gelände der Schweinezuchtanlage am Ortsrand von Ruhlsdorf befinden sich auch Biogasbehälter. "Es ging darum, diese Behälter zu kühlen und vor dem Brand zu schützen", erläutert Sylvia Krüger. Darum kümmerten sich sogleich die Feuerwehrleute, die als erste am Brandort eingetroffen waren.

Am Einsatzort waren Mitarbeiter der Barnimer Kreisverwaltung, insbesondere der Kreistierarzt, aber auch Techniker wie Elektriker, berichtete Sylvia Krüger. Landwirtschaftliche Betriebe in der Umgebung wurden über das Feuer informiert. Ihnen wurden Sicherheitsmaßnahmen empfohlen, beispielsweise die Abschaltung des Stroms, wie Anwohner aus Ruhlsdorf berichten.

Um einen Zugang zu dem ausgebrannten Stall zu verschaffen, wurde am Sonntagvormittag ein Bagger eingesetzt. Die toten Tieren wurden mit Spezialfahrzeugen abtransportiert.

Die ämterübergreifende Arbeitsweise der Feuerwehren im Barnim habe sich bei diesem Einsatz "hervorragend bewährt", zog Sylvia Krüger ein erstes Fazit des Einsatzes. So waren sowohl die Freiwilligen Feuerwehren aus Marienwerder als auch aus dem nahen Nachbarort Zerpenschleuse, der allerdings bereits zur Gemeinde Wandlitz gehört, als erste am Einsatzort eingetroffen. Ebenfalls im Einsatz waren die Wehren aus Biesenthal, Grüntal und Rüdnitz. Am Sonntag kamen als Ablösung der Einsatzkräfte Feuerwehrmänner aus Trampe und Melchow.

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Veröffentlichung

Zerpenschleuse
Sa, 19. Juli 2014

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